Leonard Cohen beschwört die Stille und heißt die Dunkelheit willkommen.
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Leonard Cohen beschwört die Stille und heißt die Dunkelheit willkommen.
Goethe, einer der großen Illiberalen der deutschen Literatur und Verächter der Pressefreiheit, hat, so Thoman Mann, eher Sympathien für Russland als für Amerika gehabt.
Thoman Mann stilisiert Goethe, den Klassiker, den naturgemäß alle kennen, aber keiner liest, in einem Tagebucheintrag hellsichtig als anti-demokratischen Geist, dem westlich-amerikanische Demokratie fremd sei. Die stalinistische Sowjetunion wird dem Schriftsteller im amerikanischen Exil zur deutsch-bildungsbürgerlichen Utopie des humanen Verwaltungsstaates.
Man wird, so Thoman Mann, doch wohl die Frage stellen dürfen, ob wissenschaftliche und künstlerische Freiheit in einem sozialistischen Staatswesen nicht besser aufgehoben wäre als unter einer zur Durchsetzung partikularer (Kapital-)Interessen installierten liberalen Verfassung.
Vorsorglich hat der deutsche Großschriftsteller, der in Amerika schnell als Freund der Kommunisten verdächtigt wurde, diesen Teil seiner Goetherede nicht öffentlich vorgetragen und publiziert, die Notiz ist nur im Tagebuch überliefert.
Sein heller Geist hat sich bestimmt keine Illusionen darüber gemacht, dass es unter den neuen sozialen Verhältnissen um die
staatsfreie Sphäre, auf welcher der Liberalismus besteht, mehr und mehr geschehen sein werde, und ich würde mich nicht wundern, wenn schon die Frage ihn beschäftigt hätte, ob die Freiheit der Forschung und Kunst nicht bei einem Staat, der selbst nicht mehr das Instrument des Privatinteresses wäre, besser aufgehoben wäre, als in der Abhängigkeit von eben diesem.
Das muss als Hintergrund präsent sein, wenn Christa Wolf die Erzählerin in der Stadt der Engel die Stelle Aug' in Aug' mit dem Kollaps des Bankwesens und der Krise des Kapitalismus zitieren und fragen lässt:
Wer stellt heute noch solche Fragen? Wer wagt sie auszusprechen?
Wenn heute (von der CDU Brandenburg, und selbstverständlich nicht nur von der CDU Brandenburg) versucht wird, die deutsche Geschichte von allen kommunistischen Erinnerungsspuren zu säubern, dann ist Thomas Manns vorsorgliche (Selbst-)Zensur solch sonderbare(r) Fragestellungen
wieder verständlich. (Andererseits kann man kaum damit rechnen, dass der anti-kommunistische Horizont einer Partei, die die Bildung aus ihrer Bürgerlichkeit gestrichen hat, bis zu dieser klandestinen Tradition freien Denkens reicht.)
Gerhard Sennlaub, Lehrer, Schulrat und acht Jahre lang Schulamtsdirektor im Ennepe-Ruhr-Kreis, hat unter dem Titel "Die folgenreiche Errettung des Ludwig B." eine bermerkenswerte Geschichte der Brüderbewegung geschrieben.
Als später Nachfahre Ludwig Birkenstocks beschreibt der Autor, wie es zur religiösen Knechtung seiner Sippe kam. In einer auch literarisch anspruchsvollen Recherche schildert er den Aufstieg der fundamentalistischen Brüderbewegung im Arbeiterelend des frühen 19. Jahrhunderts. Schauplatz ist die „Sektenschlucht“ (Freiligrath) an der Wupper, der deutsche bible belt.
An der Abschaffung der Armut und politischen Reformen war John Nelson Darby und Carl Brockhaus, dem englischen (An-)Stifter der Brüderbewegung und seinem deutschen Propheten, wenig gelegen, eher schon an der Abschöpfung des Elends zum Zwecke der Evangelisation und des Betriebs eines blühenden Verlagswesens.
In den Text montierte Interviews zeigen, wie unter den Sektierern der religiöse Zwang über Generationen gefestigt wird, institutionell und psychisch. Immer geht es um Autorität, Unterwerfung und Gehorsam, nie um christliche Liebe. Dass Gewalt als Mittel der Kindererziehung heute nicht anders als damals in evangelikalen Kreisen auf Grundlage der Bibel legitimiert wird, wundert nach der Lektüre nicht.
Eine Lesetipp für jeden, der sich über Geschichte und religiöse Ideen der Brüderbewegung informieren und einen Einblick in deren vor den Augen der Öffentlichkeit verborgene Strukturen gewinnen möchte. (In Hohen Neuendorf ist die Brüderbwegung in der Emmaus-Gemeinde organisiert und betreibt ein Altenheim.)
Das Buch liegt als PDF-Datei vor: Gerhard Sennlaub: Meine religiöse Knechtung.
Im Herbst 2009 hat die SVV die Verwaltung aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Wikipediaartikel der Stadt Hohen Neuendorf und seiner Stadtteile qualitativ und quantitativ zu verbessern und somit positive Impulse für ein umfassendes Stadtmarketing zu setzen
- und dabei gezeigt, dass sie die Wikipedia mit einem Hochglanzprospekt verwechselt.
Für solche Peinlichkeiten wird man natürlich prompt abgestraft:
Ich frage mich, wofür diese Haushaltsmittel benutzt werden sollen? Wikipedianer bestechen? Jemanden enstellen, der 12 Monate lang an dem Artikel schreibt? Klingt interessant. Wenn das Schule macht... Wikipedia als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ;) Der Artikel ist ganz ok, stimmt., Von lesenswert oder exzellent aber noch ziemlich weit entfernt.
Und insgesamt war das Vorhaben dann trotz eines ehrenamtlichen Medientechnikers wohl tatsächlich ein Rohrkrepierer
.
Mal sehen, wie's weitergeht.
Fabian Dannenberg erzählt in der ZEIT, wie er als Deutsch-Guineer in Hohen Neuendorf aufwuchs.
Ich schließe die Augen. Und dann sehe ich mich – den Sohn einer deutschen Frau und eines guineischen Mannes – in der S-Bahn von Berlin-Frohnau nach Hohen Neuendorf in Brandenburg. Es ist 1992, und ich bin zehn Jahre alt. Jeden Tag fahre ich diese eine Station von der Schule nach Hause. Draußen gleiten die Felder von Stolpe vorbei, als mich auf einmal ein Schlag auf die Brust trifft. Drei Jugendliche stehen vor mir, sie tragen Anoraks und Kapuzenpullover. Neonazis.
Entscheidend ist nicht, ob die Neonazis zuschlagen oder nicht. Entscheidend ist, dass sie es jederzeit können.
Source: "Was willst du hier, Neger?"
Friedhelm Maier widerspricht in seinem persönlichen Beitrag zur Diskussion der These, Thälmann habe sich Hitler in den Weg gestellt. Im Kampf gegen die Republik hatten beide das gleiche Ziel – ihre Vernichtung. Im Wettlauf dorthin war Hitler nur schneller.
Es geht mir jetzt (erst einmal) nicht um eine Bewertung des Antifaschisten Thälmann, sondern um die Konsequenz aus der Tatsache, dass Thälmann gemeinsam mit den Nazis die Weimarer Republik bekämpft hat. Maier zieht daraus den Schluss: Man darf Ernst Thälmann neben Adolf Hitler durchaus als den anderen Totengräber der Republik bezeichnen.
Dieser Schluss hat nichts mehr zu tun mit den von Maier für die Debatte geforderten geschichtlichen Kenntnissen
, sondern ist ein Stück historische Kolportage.
Denn Maiers Schluss führt (1.) zur Dämonisierung Thälmanns und (2.) zur Verdrängung der Schuld, die das deutsche Bürgertum und die politische Mitte an der Zerstörung der Weimarer Republik und der Machtergreifung Hitlers hatte.
An die Stelle seiner späteren Heroisierung als Arbeiterführer in der DDR tritt die Dämonisierung Thälmanns als Totengräber der Republik.
Der Untergang der Republik erscheint als das Werk zweier Männer, denn ins Dämonische verzerrt wird dabei natürlich auch Hitler. Historische Kausalität wird über alle Maße personalisiert; das hat u.a. zur Folge, dass Fragen nach verantwortlichen Traditionen, Institutionen und Strukturen, also nach objektiven Ursachen für den Untergang, nicht mehr sinnvoll gestellt werden können.
Auch werden Differenzen in der kommunistischen Opposition nicht einmal mehr zur Kenntnis genommen, alles wird über den Kamm der Sozialfaschismustheorie geschert; die Dämonisierung der historischen Person Thälmanns delegitimiert, ob Maier das nun will oder nicht, jeden kommunistischen Widerstand.
(Das häufig verwendete Bild der Totengräber ist ohnehin befremdlich schrägt. Der Totengräber schaufelt ja das Grab des Verstorbenen, und die Weimarer Republik ist gewiss nicht an Hitler oder Thälmann gestorben. In der Metapher steckt ein Stück magisches Denken: es sei der Totengräber, der, indem er das Grab schaufelt, gleichsam den Tod beschwört. Diese Magie tritt vermutlich immer da auf, wo historische Prozesse zu sehr personalisiert werden.)
Letztlich wird Thälmann sogar zum Alleinschuldigen am demokratischen Versagen der Weimarer Republik, ist es doch, so müsste man die Argumente MaierS zu Ende denken, seine These vom Sozialfaschismus, die zum Bündnis der Kommunisten mit den Nazis geführt hat und Hitler so gestärkt hat, dass der Opposition keine Chance blieb.
Die Dämonisierung Thälmanns ist also weit davon entfernt, uns zu geschichtlichen Kenntnissen
in der Debatte zu verhelfen, sondern legt im Gegenteil eher die Voraussetzungen und Werte frei, die Maiers Argumente prägen. Sie erzählt die Geschichte (oder den Mythos) von den beiden totalitären Extremen, die die Demokratie zerstört hätten.
So kann, indem Thälmann dämonisiert wird, bürgerliche und sozialdemokratische Politik von aller Schuld freigesprochen werden.
Isabel Schayani kommentiert die Neonazi-Datei in den Tagesthemen.
Dieser Sicherheitsapparat – eben noch versagt – bekommt das, was er sich immer gewünscht hat: noch mehr Vorratsdatenspeicherung.
Irgendwelche Rücktritte? Nö.
Nennenswerte personelle Konsequenzen? Nö.
Wurden Landesämter für Verfassungsschutz geschlossen oder reformiert? Nö.
In einem gerade veröffentlichten Beitrag der Hohen Neuendorfer SPD zur Thälmann-Diskussion ist die Rede davon, dass viel Emotionen in unserer Stadt aufgewirbelt
worden seien, während sich die Mitglieder der Partei vor der politischen Entscheidung sachlich
ihre Meinung gebildet hätten.
Ich weiß nicht, ob das tatsächlich noch die Vorstellung der Hohen Neuendorfer SPD; aber man kann an der Einleitung zum Beitrag von Friedhelm Maier sehr schön das klassische Verständnis repräsentativer Demokratie erkennen, einen Diskurs, der immer immer mehr BürgerInnen nicht mehr passt, weil er sie von der Beteiligung am demokratischen Prozess ausschließt.
Die BürgerInnen sind in dieser Vorstellung dadurch charakterisiert, dass sie von Emotionen
geleitet sind, sie können sich selbst nicht beherrschen und geben sich ihren Stimmungen hin. Sie verfügen außerdem nicht über das notwendige und rein sachliche Wissen, um politische Entscheidungen fällen zu können. Ihnen fehlt also subjektiv die Gemütsruhe und objektiv das Wissen. Deswegen müssen sie von PoltikerInnen repräsentiert werden, die für sie und an ihrer Stelle entscheiden können, weil sie es besser wissen. Der Ort, an denen dieses Wissen produziert wird, das allein für die politische Meinungsbildung relevant ist, sind vor allem die Parteien und ihre Institutionen.
Deswegen werden BürgerInnen auch erst nach einer politischen Entscheidung darüber informiert, auf der Basis welcher Argumente sie gefällt wurde. Eine Diskussion vor der Entscheidung hätte die Leute zu sehr strapaziert, ihren Verstand überfordert und möglicherweise nicht mehr kontrollierbare Emotionen geweckt.
Das Volk ist unmündig und wird so in letzter Konsequenz zum Pöbel, der sich nicht beherrschen kann, der politischer Führung bedarf, weil er ohne Gängelband nicht weiß, wohin er gehen soll. Der wahre Politiker wird im Gegensatz dazu nach dem stoischen Modell des Weisen gezeichnet, der sich nicht von Emotionen leiten lässt und immer die Ruhe selbst ist, der das große Ganze im Blick hat und nicht etwa eigene, subjektive und bloß partikuläre Interessen.
Die (vor allem von den Piraten geprägte) Idee der Schwarmintelligenz, in dem die Masse nicht länger verachtet wird, ist das exakte Gegenteil dieser elitären Konzeption von Politik.
Aus der SPD Hohen Neuendorf hat jetzt Friedhelm Maier einen Beitrag zur Thälmann-Diskussion veröffentlicht. Leider kommt der Beitrag zu spät, denn die politischen Konsequenzen wurden ja längst gezogen, der Thälmannplatz wird nach der Partnerstadt Müllheim benannt.
Zwar kritisiert Friedhelm Maier in seinem Aufsatz nun, dass vor der Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung eine öffentliche Auseinandersetzung über die Person Ernst Thälmanns
fehlte, doch auf die Idee hätte man früher kommen können. Stand eine solche Debatte in der SPD überhaupt zur Diskussion?
Hätte die SPD tatsächlich Lust an einem sachlichen und ausführlichen Diskurs gehabt, die Gelegenheit war da, allerdings wurde die Vertagung des Antrags in den Stadtentwicklungsausschuss abgelehnt. Das Argument: die Meinungen stünden fest und deswegen sei eine Debatte sinnlos. Das war ein Armutszeugnis parlamentarischer Kultur, wie so oft in Hohen Neuendorf wurde eine Chance durch politisches Theater verpasst.
Das Thema der Ausschusssitzung hätte öffentlich bekannt gemacht werden können, Friedhelm Maier hätte seine Argumente vorbringen können, sicher hätten sich auch weitere BürgerInnen zur Sache äußern mögen. Denn es ist ja nicht so, wie Ihre Gossmann- Reetz schreibt, dass die Debatte nur viele Emotionen
geweckt hätte; die BürgerInnen der Stadt hätten auch zur Sache einiges zu sagen gehabt, nicht nur die SPD kann mit geschichtlichen Kenntnissen
aufwarten. Man hat sie aber nicht hören wollen. Schade, dass das nicht passiert ist. Wenn man tatsächlich seitens der Befürworter der Umbennennung an einer Diskussion und nicht an bloßer Geschichtspolitik interessiert gewesen wäre, hätten Vorbilder für eine demokratische und transparente Diskussionskultur leicht gefunden werden können, z.B. in Münster.
Der SPD- Ortsverein hat sich im vergangendem Jahr sehr intensiv und ausführlich sowohl mit den Thema Straßen(um)benennung, als auch mit der Person Thälmann beschäftigt
. Aber warum wurde die Gelegenheit nicht genutzt, die BürgerInnen wenigstens über die Meinungsbildung zu informieren? Vielleicht interessiert die WählerInnen ja, was die sie repräsentierenden PolitikerInnen denken? Doch an Aufklärung war niemand interessiert, sondern am politischen Coup. Die Partnerstadt wird jetzt mit einem Platz gewürdigt, in dessen Mitte eine Adolf Hitler geweihte Eiche steht.
Straßenbenennung und -umbenennung ist ein geschichts- und gedächtnispolitischer Akt, ein Instrument politischer Gedächtnis-Lenkung
, so der Literaturwissenschaftler Alexander Honold. Friedhelm Maiers zentrales Argument, mit er die Straßenumbenennung begründet, lautet ganz in diesem Sinne, dass die Namensgebung einer Straße als Würdigung und Ausdruck der Hochachtung verstanden werden muss.
Selbstverständnis einer demokratischen Gesellschaft ist die in der Benennung eines öffentlichen Platzes zum Ausdruck kommende Würdigung
Das ist allerdings nicht so selbstverständlich wie es den Anschein hat. Man kann das Problem auf die Alternative bringen: Erinnerung oder Würdigung?
Zwischen den beiden Polen wird man sich nicht entscheiden müssen; allerdings ist die Verabsolutierung der Würdigung, für die Maier zu plädieren scheint, immer auch ein Akt der geschichtspolitischen Verdrängung. Maier zeigt, dass Thälmann als Anti-Faschist keine Ehrung verdient hat. Doch selbst wenn das der Fall sein sollte, spricht das noch nicht für die Umbenennung.
Die Verkürzung der historischen Perspektive auf die Würdigung führt dazu, dass im Stadtraum geschichtlich nur solche Traditionszusammenhänge hergestellt werden, die Aussagen über die jeweilige Gegenwart ermöglichen. Sind die Straßen einer Stadt ein kultureller Gedächtnisrahmen, so erblicken wir in diesem Spiegel allein noch uns selbst. Aus dem Stadtbild verschwindet, was nicht ins schmale Korsett einer Geschichte passt, die offensichtlich ganz eindimensional als Fortschritt zur Demokratie konzipiert werden soll.
An diesem Punkt, finde ich, fängt die Geschichtspolitik an ideologisch zu werden. Das Straßenverzeichnis einer Stadt muss kein Hochglanzprospekt sein. Und es ist tatsächlich so: wenn in den Namen öffentlicher Plätze und Straßen nur die Hüter unserer demokratischen Verfassung zum Ausdruck kommen sollen, dann muss man sich nicht nur über die Goethe gewidmeten Straßen ein paar Gedanken machen.
Warum also nicht eine historische Persönlichkeit wie Thälmann im Stadtbild erinnern? Die Konstellation auf diesem Platz (und auch die Bahngleise sind nicht unschuldig) wäre ein tatsächlich einmalige Chance gewesen. Dazu kommt, dass auch unser demokratisches Selbstverständnis ja keineswegs fixiert ist, sondern immer wieder neu ausgehandelt werden muss, politisch und kommunikativ. Und wer von Thälmann nichts weiß, kapiert von der neueren deutschen Geschichte weniger. Christa Wolf hat ihren Einspruch gegen das Tabu so formuliert:
daß wir (...) uns selber abtrennen von einem riesigen, folgenreichen Gebiet des europäischen Denkens und Handelns und uns ein verhängnisvolles Tabu verordnen, indem wir alle Kommunisten zu Verbrechern erklären
Eine mündige Gesellschaft kann in ihrem Stadtraum auch denen ins Auge blicken, die ihre Gegner waren. Die Dämonisierung Thälmanns aber trägt höchstens zur Faszination des in der DDR inszenierten Mythos bei.
Wie gesagt, z.B. in Münster hat man ernsthaft diskutiert (PDF), in diesem Fall über den Umgang mit dem Straßennamen Hindenburg
:
Wenn die historischen und geschichtspolitischen Argumente überwiegend für einen kritischen Umgang mit dem Straßennamen Hindenburg sprechen, bleibt die Frage, welche Form des öffentlichen Umgangs sich aus dieser Einsicht ableiten lässt. Eine Entsorgung der Vergangenheit durch die bloße Abnahme der entsprechenden Straßenschilder ist mit Sicherheit der falsche Weg; die historisch‐politische Aufklärung über die Rolle Hindenburgs, auch in Kurzform, unter einem bestehenden oder zu verändernden Straßenschild ist allemal vorzuziehen.
Ganz gleich, wie sie ausgeht, eine entsprechende öffentliche Debatte über Hindenburg und die Hindenburg‐Ehrung hätte eine aufklärerische Funktion. Die alternativen Lösungen, die bisher diskutiert wurden, sind allerdings nicht ohne Widersprüche. Bliebe der Straßenname Hindenburg erhalten und würde nur mit einer zusätzlichen Schrifttafel auf die historische Rolle Hindenburgs verwiesen, dann drohte diese Form der historischen Aufklärung in der öffentlichen Wahrnehmung den Kürzeren zu ziehen, weil der Beibehaltung des Namens das größere Gewicht zukäme und weil Erinnerung stets auch mit affektiven, ins Persönliche gehenden Haltungen und Wahrnehmungen verbunden ist, die stärker sind als andere, kritische Einsichten. Die umgekehrte Lösung, nämlich den Straßennamen zu ändern und den an den bisherigen Namen durch ein Zusatzschild zu erinnern, dürfte nicht verschweigen, was sich mit der einstigen Namensgebung verband und welche Motive bei der Ehrung wie bei der Umbenennung bestimmend waren. Bei beiden Varianten bestünde die Chance, aus der Geschichte von Straßennamen so etwas wie ein begehbares Geschichtsbuch zu machen, wohl wissend, dass Geschichtsbewusstsein immer auch zeitgebunden und ambivalent ist.
Ein solche ernsthafte Diskussion hat der Antrag der CDU verhindert; die anderen Stadtverordneten, auch die der SPD, hätten die Posse verhindern können.
Sieht man sich den Artikel genauer an, in dem Manuel Seibel, eifriger Prediger der geschlossenen Brüder
, die Gewalt gegen Kinder auf ein biblisches Fundament stellt, lässt sich zeigen, wie sehr Gewalt im Zentrum der christlich-fundamentalistischen Weltanschauung steht.
In §1631 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) wird Kindern das Recht auf gewaltfreie Erziehung garantiert. Für Christen sei das pädagogische Ziel der Herr Jesus Christus selbst
. Doch stellt Manuel Seibel in seinem Plädoyer für den maßvollen und bewussten Einsatz der Rute fest, dass Kinder auf Basis des deutschen Rechtsstaates gar nicht mehr und erst Recht nicht christlich
, also im Sinne der Bibel, erzogen werden könnten.
Wenn man den oben genannten §1631 weit auslegt, darf man Kinder überhaupt nicht mehr
erziehen.
Ja, warum denn nicht? Wo sollte das Problem sein? Die Antwort ist einfach: weil Erziehung seiner Ansicht nach nur möglich ist unter Anwendung von Gewalt. Es gibt in seiner christlichen
Welt keine gewaltfreie Erziehung. Seibels gesamte Argumentation (die in Wirklichkeit gar nicht aus Argumenten besteht, sondern aus wahnhaften Projektionen auf den Text der Bibel) kreist um ein Menschenbild, dass Erziehung überhaupt nur als Erzwingung von Gehorsam mittels Gewalt kennt. Manuel Seibels Text ist insofern exemplarisch.
Seibels Rechtfertigung der Erziehung mit der Rute zeigt, dass die fundamentalistischen Christen durchaus über einen Kamm geschert werden können, die einzelnen (Glaubens-)Richtungen und Gemeinden stimmen in den entscheidenen Fragen überein. Gerade die geschlossenen Brüder
legen ja nach außen großen Wert auf die Singularität ihrer einzelnen Gemeinden, obwohl sich natürlich zahlreiche Allianzen mit evangelikalen Gruppen im Inneren der Zirkel nachweisen lassen. Kritikern soll so der Wind aus den Segeln genommen werden, indem auf lokale Besonderheiten und vermeintlich grundlegende religiöse Differenzen verwiesen wird. Doch bei Seibel, der ständig von wir
und uns
spricht, wird deutlich, dass man sich nicht auf die spitzfindigen Diskussionen darüber einlassen muss, ob nun eine Bewegung wie die geschlossenen Brüder
eine Freikirche sei, zu den evangelikalen Christen oder zur christlichen Allianz zähle. Solche Differenzierungen sind nicht hilfreich, wenn man verstehen will, wie der fundamentalistische Geist tickt. Charakteristisch ist die fundamentalistische Haltung, die den Text der Bibel als buchstäbliche Anweisung für praktisches Handeln nimmt, das zur Hetze gegen Homosexuelle, gegen die Gleichberechtigung von Frau und Mann, gegen den bürgerlichen Rechtsstaat, die gesamte europäische Aufklärung (und nicht nur gegen Darwins Evolutionslehre) und, wie man jetzt sieht, auch zur Hetze gegen die gewaltfreie Erziehung von Kindern führt.
(Diese Spitzfindigkeit gehört zur Logik der Sekten und ergibt sich geradezu mit Notwendigkeit aus dem bibeltreuen Zwang, nur die eigene Leküre der Heiligen Schrift als die wahre zu tolerieren und jeden auszuschließen, der anderer Meinung ist. Dieser fundamentalistische Geist der Intoleranz ist eine der Ursachen dafür, dass in Deutschland die freikirchlichen Gemeinden wie Pilze aus dem Boden schießen, denn hier will jeder Recht und das letzte Wort in Auslegungsfragen haben.)
Seibel gibt mit seinem Artikel einen kleinen Einblick in die zwanghaften Strukturen bibeltreuen Familienlebens.
Alles dreht sich in diesen Familien um Gehorsam
. Hier sind Väter für Kinder noch kleine Götter, sie müssen ihnen gehorchen, so wie sie Gott gehorchen sollen. Denn die Akzeptanz der väterlichen Autorität (von Müttern ist in diesem brutalisierten patriarchalischen Weltbild keine Rede) ist Voraussetzung des christlichen Glaubens. An ihren Vätern üben Kinder ihre Beziehung zu Gott.
Gott, unser Vater, richtet ohne Ansehen der Person. Christen als Väter und Eltern haben die Aufgabe, dieses Vater-Sein ihren Kindern auf der irdischen Eben zu vermitteln. Denn die Art und Weise, wir Väter mit ihren Kindern umgehen, prägt das Gottesbild dieser Kinder.
Alle Individualität und jeder Eigensinn wird in dieser patriarchalischen Welt dem kindlichen Leben ausgetrieben. Was die Väter angeht, so müssen sie ihren Kindern den christlichen Glauben ohne Ansehen der Person
zu vermitteln. Dahinter steckt kaum verhohlen die Empfehlung, den Kindern bei der Züchtigung besser nicht ins Gesicht zu sehen. So wie das Anlitz des Anderen die Voraussetzung einer authentischen christlichen Ethik ist, so sehr trifft dessen Vernichtung den ideologischen Kern des fundamentalistischen Christentums und eines jeden Fundamentalismus überhaupt.
Erziehung müsse, darin wird man Seibel vielleicht sogar folgen, Grenzen setzen. Aber, so Seibel weiter, die Politik gibt Eltern keine Möglichkeiten mehr, diese Grenzen auch durchzusetzen
. Dass das Gegenteil der Fall ist, zeigen alle Eltern, die ihre Kinder nicht schlagen. Doch Autorität kann sich Manuel Seibel als bibeltreuer Christ nur in Form von Gewalt vorstellen. Am Verbot von Gewalt muss deswegen jede bibeltreue Erziehung scheitern.
Damit stellt sich die Frage, inwieweit Eltern überhaupt noch eine Autorität besitzen, so dass sie einen Einfluss auf ihre Kinder in dem Sinn ausüben können, dass Kinder auch das tun, was ihre Eltern von ihnen erwarten.
Nicht Mündigkeit ist in der bibeltreuen Welt das Ziel der Erziehung, sondern Gehorsam, Unterwerfung unter das Wort des Vaters.
Wenn ein Kind nicht das möchte, was Eltern wünschen, haben Eltern nach heutigen Vorstellungen mancher Strömungen in der Politik kein Mittel mehr dagegen in der Hand. Denn sie müssen ja gewaltfrei erziehen, ohne körperliche Bestrafung und ohne seelische Verletzung. Unter anderen heißt es in einer Publikation des Bundesfamilienministeriums und des Bundesjustizministeriums (2003), dass durch die aktuelle Gesetzeslage jede Art von Gewalt (physisch, psychisch) untersagt ist. Mit anderen Worten: Wenn Kinder den Eltern gehorchen wollen, können diese den ihnen Anbefohlenen gut zureden und sie zu motivieren suchen. Wenn das Kind nicht will, muss es gar nichts. Es kann beispielsweise auch die ganze Nacht durchs Haus rennen und Krach machen – physische und psychische Gewaltanwendung ist untersagt. Sanktionen müssen gewaltfrei sein.
Dass sich Seibel Erziehung nur als Gewalt vorstellen kann, ist durchaus nachvollziehbar und fast zwingend notwendig. Denn mit Gewalt wird die bibeltreue Familie gegen Einflüsse von Außen verteidigt. Mit dem säkularen Leben wachsen die Bedrohungen, die Gewalt in der Erziehung von Kindern in fundamentalistischer Sicht unausweichlich werden lässt. Die patriarchalische Welt, von der bibeltreue Christen träumen, deren Frauen im Gespräch den Blick gesenkt halten, ist längst unwiderbringlich verloren. So wird körperliche Züchtigung in der Erziehung von Seibel geradezu als christliche Notwehr gegen die Dekadenz des westlichen Lebens gesehen. Kaum sind die Kinder im Kindergarten oder in der Schule mit der Welt in Berührung gekommen, treten die eigenen Überzeugungen
an die Stelle des Gehorsams. Und dann hilft nur noch Gewalt:
aber kaum, dass sie in Kindergarten oder Schule gelehrt werden, alles zu hinterfragen und ihre eigenen Überzeugungen auszuleben, nützt das beste Charisma nicht mehr weiter, wenn es keine Mittel gibt, Aufforderungen auch durchzusetzen.
Man kann sich die hilflosen Väter vorstellen .... Und wenn Seibel zu verstehen gibt, dass Gewalt nur das letzte Mittel in der Erziehung sein kann, so lässt sich auch leicht vorstellen, dass diese ultima ratio bald zum Alltag wird. Die Anlässe für Gewalt wachsen unaufhörlich ... denn Kinder folgen ja bekanntlich lieber begeistert den Ausschweifungen ihrer Phantasie als den trostlosen Buchstaben des biblischen Textes, den fanatische Prediger ihnen einbläuen möchten.
(Und man kann sich vorstellen, warum von Eltern in fundamentalistischen Kreisen home schooling immer wieder auf die Tagesordnung gebracht wird. Indem die Kinder aus der Schule genommen und weltlichen Einflüssen weniger ausgesetzt sind, wird auch der Zwang zur Gehorsamserzwingung durch Gewalt geringer.)
Seit 1998 steht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), dass entwürdigende Erziehungsmaßnahmen, insbesondere körperliche und seelische Misshandlungen, verboten sind. Im Jahre 2000 wurde darüber hinaus festgelegt, dass Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung
haben. Körperliche Bestrafung, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig
. Doch weit davon entfernt, Abscheu zu erregen, wird biblisch legitimierte Gewalt gegen Kinder von fundamentalistischen Kreisen wie den geschlossenen Brüdern
im Internet mit Applaus bedacht.
Kurz vor Weihnachten hat der NDR über evangelikale Erziehung mit der Rute berichtet. So empfehlen einige christliche Erziehungsratgeber, Kinder mit körperlicher Gewalt zu züchtigen, auf Vortragsreisen durch Niedersachsen vertreten evangelikale Prediger diese Haltung. Schon Ende der 90er-Jahre hatte eine Enquete-Kommission des Bundestags festgestellt, dass in christlich-fundamentalistischen Gemeinden eine mitunter deutliche Befürwortung disziplinierender, körperlicher Züchtigungen
verbreitet sei. Und der Kriminologe Christian Pfeiffer kam dieses Jahr in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Kinder in evangelikalen Freikirchen besonders häufig geschlagen werden. Bereits im Herbst 2010 hatte die Süddeutsche Zeitung (SZ) einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Kindererziehung mit dem Rohrstock habe in fundamentalistischen christlichen Kreisen Konjunktur, schließlich stehe das so in der Bibel.
Genau in diesem Sinne äußert sich einer der eifrigsten Publizisten der so genannten geschlossenen Brüder
, die in Deutschland auch unter der Bezeichung Christliche Versammlung
oder alte Versammlung
bekannt sind: Manuel Seibel.
In einem Artikel mit dem Titel Heftige Kontroverse: Erziehung mit der Rute?
verteidigt er die in evangelikalen Erziehungsratgebern publizierten Anleitungen zur Kindesmisshandlung und -entwürdigung mit dem Hinweis auf ihre biblischen Fundamente. Er bekennt sich, auch wenn er seine Glaubensbrüdern das Gegenteil empfiehlt, zur biblischen Grundlage der Gewalt gegen Kinder und rät ganz offen, in den eigenen vier Wänden den Rechtsbruch (§1631 BGB) in Betracht zu ziehen.
Mit Spott reagiert Seibel auf die Reaktion der, wie er natürlich schreibt, weil seine Gemeinden die einzig wahren Christen repräsentiert, sogenannten Kirchen
auf die Veröffentlichung der evangelikalen Erziehungsratgeber. Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Oberlandeskirchenrätin der evangelischen Kirche in Hannover, hatte sich erschreckt gezeigt und die Praktiken aufs Schärfte verurteilt. Von Manul Seibel muss sie sich nun sagen lassen, sie hätte zu allen politischen Themen eine Meinung
, würde aber die biblische Position
verraten und sich der politischen Mehrheiten anschließen. Die Kirche würde sich von der göttlichen Wahrheit distanzieren, um in der Gesellschaft Akzeptanz zu finden
. Dass die Bibel nicht buchstäblich und als Handelsanweisung gelesen werden, müsse man, so Seibel, nicht weiter kommentieren
. Denn in fundamentalistischen Kreisen ist eben das die gemeinsame Voraussetzung und Grundlage des christlichen Gemeindelebens. Und wer sie nicht akzeptiert, wird des Verrats an christlichen Überzeugungen und Grundprinzipien
bezichtigt.
Er stilisiert Wilfried Plock, den christlichen Prediger und Leiter der Konferenz für Gemeindegründung (KfG), über dessen praktische Ratschläge für die körperliche Züchtigung der NDR berichtet hatte, als Nachfolger Christi, verfolgt durch die säkulare Mehrheitsgesellschaft, zu der in den Augen der bibeltreuen Christen auch die evangelische und katholische Amtskirche zählt.
Lasst uns auch für Christen beten wie Wilfried Plock, die jetzt derart unter Druck stehen und dadurch zu echten Nachfolgern unseres verworfenen Herrn und Meisters, Jesus Christus, werden dürfen.
Und das ist nicht nur Seibels Position, sondern ein Aufruf an seine christlichen Glaubensbrüder. Es geht Seibel darum, uns auf ihre Seite stellen
, auf die Seite der Prediger und ihrer bibeltreuen Rechtfertigung von Gewalt gegen Kinder.
Dabei gibt Seibel in seinem Artikel auch einen Einblick in das nicht vor allem reaktionäre oder konservative, sondern ganz einfach nur simple und hoffnungslose Menschenbild der fundamentalistischen Christen. Betroffen sind von diesem Menschenbild vor allem Kinder, die nicht nur psychisch von apokalyptischen Drohungen oft ein Leben lang traumatisiert sind, sondern physisch Opfer von biblisch legitimierter Gewalt werden. Deutlich wird, dass bibeltreues Christentum keineswegs harmlos ist, sondern politische und ganz praktische Folgen im Alltag hat.
(Einige hinsichtlich der Gewalt gegen Kinder bemerkenswerte Elemente dieses Weltbildes stelle ich in einem weiteren Artikel vor: Gewalt als Fundamrent bibeltreuer Erziehung.)
Manuel Seibel redet nicht lange um den heißen Brei herum, sondern macht seine Position in aller Deutlichkeit klar.
Von den Erziehungsratgebern mit ihren skandalösen Praktiken heißt es, dass sie sich der biblischen Position anschließen
würden. Damit ist prinziell schon alles gesagt, da im fundamentalistischen Rahmen die bibeltreue Position immer auch schon die richtige ist. Es geht nur darum, dass man das Alte Testament (das Buch der Sprüche) auch heute anwenden
kann und soll.
Es gibt deswegen keine Absage an Gewalt in der Erziehung, sie muss nur richtig praktiziert werden:
Wir wissen, dass es Gottes Weisheit ist, die im Alten Testament den maßvollen Einsatz der Rute empfiehlt. Wo immer Gott etwas empfiehlt, ist es zum Segen der Menschen, wenn sie sich daran halten. Daran ist unsere Gott-lose Gesellschaft in keiner Weise interessiert. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen.
Zwar habe Erziehung im Zorn und mit Prügel (...) keine Grundlage in der Schrift
, wohl aber Gewalt, die nicht im Zorn, sondern als bewusste Züchtigung ausgeübt wird. Es gehe nicht darum, körperliche und psychische Gewalt komplett
abzulehnen, sondern
sie in guter Weise zu regulieren
. Die Rute sei zwar nicht das erste, aber das letzte Mittel und ultima ratio christlicher Erziehung.
Natürlich sollen Eltern ihre Kinder liebevoll erziehen. Selbst für diejenigen Christen, die auf der Grundlage der Bibel ihre Kinder erziehen wollen (und §1631 BGB nicht kennen), kann die Rute nur das letzte Mittel sein (die Ultima Ratio), nicht das präferierte und erste Instrument, das in der Erziehung einzusetzen ist – jedenfalls ist alles andere nicht biblisch zu begründen (...). Dieses Mittel darf dann auch nicht im Zorn eingesetzt, sondern muss maßvoll benutzt werden, wie es auch in den meisten der derzeit gescholtenen christlichen Ratgebern heißt. Kinder müssen lernen zu gehorchen. Sie müssen später in der Schule bereit sein, sich dem Lehrer unterzuordnen. Sie müssen das auch im Beruf machen. So ist es gut, sie im Blick auf Gehorsam in einer Atmosphäre der Liebe im Elterhaus vorzubereiten.
Ziel der biblischen Erziehung sei Jesus Christus
. D.h. wo Kinder sich diesem Ziel nicht beugen wollen, werden sie in bibeltreuen Kreisen mit Gewalt zu rechnen haben. Denn:
Wenn unsere Kinder nicht lernen, gehorsam zu sein, werden sie sich auch nicht bekehren.
Der deutsche Rechtsstaat und damit auch §1631 des BGB, der Kindern das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung sichert, wird von Seibel des Übergriffs auf die Privatsphäre der christlichen Minderheit bezichtigt. Der Staat mische sich, eine typische Argumentationsfigur der fundamentalistischen Christen, in Dinge ein, die ihn nichts angingen.
Dennoch versucht die Politik seit einigen Jahren, die Erziehung immer stärker in die Verantwortung des öffentlichen Raums zu bringen. Eltern sollen dieser Verantwortung nur noch in dem Rahmen entsprechen dürfen, wie die politischen Mehrheiten ihn vorgeben.
Das Recht auf gewaltfreie Erziehung wird relativiert, indem es nur noch als bloße Setzung der politischen Mehrheit gilt.
Die christlichen Fundamentalisten stilisieren sich als verfolgte Minderheit; man lebe in Deutschland unter einer gottlosen Obrigkeiten
. Bibeltreue Christen müssen sich deswegen entscheiden, ob sie der gottlosen Obrigkeit des deutschen Rechtsstaates oder dem Wort Gottes gehorchen.
Jeder muss für sich entscheiden, inwieweit es ein direktes Gebot Gottes gibt, dem wir hier zu folgen haben, wenn wir uns einer obrigkeitlichen Anordnung widersetzen.
In Sachen christlicher Erziehung ist die Entscheidung natürlich längst gefallen. Während Seibel die Öffentlichkeit nicht scheut, legt er seinen Glaubensbrüdern allerdings nahe, mit ihrer biblischen Haltung besser im Privaten zu bleiben und sich in Erziehungsfragen nicht in die Karten sehen zu lassen:
Wir sind im Übrigen auch nicht in der Pflicht, jede unserer persönlichen Auffassungen auf einem Marktplatz in die Öffentlichkeit zu tragen.
Warum sich die Brüdergemeinden geschlossen nennen, bekommt so eine ganz plausible Erklärung. Das Recht auf Privatsphäre wird hinter den geschlossenen Türen der fundamentalistischen Christen zur biblisch legitimierten Praxis körperlicher Züchtigung.
Politisch ist deswegen Aufklärung gefordert, und das kann nur heißen, wachsam zu bleiben und einen Blick in diese geschlossenen Räume zu werfen. Denn §1631 BGB, in dem Kindern das Recht auf gewaltfreie Erziehung garantiert wird, ist in Deutschland nicht nur die Meinung einer (gottlosen) Mehrheit sondern Recht, das für alle Kinder gilt, ganz gleich welchen Glaubens.
geschlossenen Brüdern, gehörende Emmaus-Gemeinde in der Scharfschwerdtstraße 44 finden.
Oskar Lafontaine ruft zur demokratischen Erneuerung auf, rehabilitiert aber nur mal wieder das Volk als politisches Subjekt.
Durch die Beschäftigung mit der sozialdemokratischen Kritik an Thälmann ist mir plötzlich (noch einmal) klar geworden, wie sehr Walter Benjamins profane Konzeption der Geschichte quer steht zum hilflosen Anti-Faschismus der Weimarer Republik.
Weder die (radikale) kommunistische Linke noch die Sozialdemokratie verfügte über Konzepte politischer Aktivität, die Katastrophe aufzuhalten. Das hat zu tun mit den geschichtsphilosophischen Voraussetzungen dieser Politik. Sie können in zwei Formen gefasst werden:
je schlimmer desto besser(apokalyptische Politik)
alles nicht so schlimm(sozialdemokratische Politik)
Gegen die apokalyptische Katastrophenfaszination (der kommunistischen Linken, aber auch der extremen Rechten) und den für die Wirklichkeit blinden Fortschrittsglauben (der Sozialdemokraten) setzt Benjamin die profane Unterbrechung des historischen Kontinuums und die Herbeiführung des wirklichen Ausnahmezustandes
, jetzt!
Das ist der politisch-theologische Witz, der die Brücke spannt zwischen seinem frühen theologisch-politischen Fragment und den letzten Thesen über den Begriff der Geschichte. Es geht um die klare Ansage an jede religiös fundierte Politik; Benjamin hat nicht nur (wie Ernst Bloch) jeder politischen Bedeutung der Theokratie, sondern auch jeder apokalyptischen Politik das Fundament entzogen. Um die Bedeutung dieser Kritik genau zu verstehen, muss man sehen, wie Benjamin den Begriff des Profanen fasst.
Wo wir gerade bei der Politik der Straßen- und Objektnamen sind ...
... lese ich, dass am 28. Oktober 1993 der Umweltminister Frieder Jelen in Prerow zu einem Bürgerforum in das Objekt Kim Il Sung eingeladen hat.
Heute ist mit der Grußadresse an den ewigen Führer auch das Objekt
, so Winfried Wilke in seinem Bericht über 10 Jahre Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
, verschwunden: Im Jahr 1998 eröffnete die Barmer Ostseeklinik
als Fachklinik für Erkrankungen der Atemwege, der Haut, des Bewegungsapparates, Allergien und Schlafstörungen, ihre Pforten auf dem Gelände des früheren Internationalen Pionierlagers Kim Il Sung.
Ingo Schulze hat unter dem Titel Kapitalismus braucht keine Demokratie
in der Süddeutschen Zeitung dreizehn kluge und geistesgegenwärtige Thesen zur (post-)demokratischen Verfassung unserer Gesellschaft veröffentlich.
Demokratie wäre, wenn die Politik durch Steuern, Gesetze und Kontrollen in die bestehende Wirtschaftsstruktur eingriffe und die Akteure an den Märkten, vor allem an den Finanzmärkten, in Bahnen zwänge, die mit den Interessen des Gemeinwesens vereinbar sind. Es geht um die einfachen Fragen: Wem nutzt es? Wer verdient daran? Ist das gut für unser Gemeinwesen? Letztlich wäre es die Frage: Was wollen wir für eine Gesellschaft? Das wäre für mich Demokratie.
Warum die Thesen, die ja eigentlich keine Thesen sind, sondern eine politische Beschreibung liefern? Um einen Anfang zu machen ...
ich würde noch gern erzählen, dass es darauf ankommt, sich selbst wieder ernst zu nehmen und Gleichgesinnte zu finden, weil man eine andere Sprache nicht allein sprechen kann. Und davon, dass ich wieder Lust bekam, den Mund aufzumachen.
Source: Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft: "Kapitalismus braucht keine Demokratie"
Christopher Lauer hat in seiner Rede zur Berliner Regierungserklärung sehr präzise die (post-)demokratische Selbstabschaffung des Parlaments beschrieben.
Ein Artikel in der Märkischen Allgemeinen (MAZ) macht zwei grundsätzliche Probleme der Piraten-Partei deutlich. Sie betrefffen das politische Selbstverständnis der Partei und ihre politische Strategie.
„Wir sind nicht richtungs-, sondern themenorientiert“, hebt Sebastian Krone hervor. Ein Thema ist ihm besonders wichtig: Bildung für alle, ohne soziale Schranken. „Weder im Schenkenländchen noch sonstwo dürfen Schulen geschlossen werden“, ereifert sich „Bastian“, wie er im Netz heißt. „Kleine Klassen sind doch eine Chance."
Bildung für alle - das ist natürliche eine politische Richtungsentscheidung und nicht der Titel für eine neutrale Diskussion, für ein Thema. Es ist ja keineswegs so, dass ein Konsens zwischen allen Parteien bestünde, dass Bildung für alle gut und wünschenswert sei und man nur um die technisch richtigen Lösungen diskutieren müsste. Im Gegenteil wird man zeigen können, dass die (neo-)liberale Bildungspolitik der letzten Jahre, die Menschen als Humankapital versteht, zur Reduzierung allgemeiner Bildungschancen und zum Ausbau der politischen Elitebildung geführt hat.
Bemerkt wird der (wie z.B. in Hohen Neuendorf) mangelhafte Ausbau von Breitband-Internet in Brandenburg. Strategisch völlig daneben ist deswegen die Konzentration auf das Netz als vorrangiges Kommunikationsmedium:
Die mittelalterliche Kommunikation der Gemeindeverwaltungen mit ihren Anschlagkästen bevorzugen wir nicht“, sagt einer der Freibeuter.
Das ist auch deswegen strategisch nicht besonders klug, da in der Diskussion von (lokalen) (Sach-)themen die Piraten ja in der Presse in Brandenburg (zumindest in Oberhavel ist das der Fall) kaum vorkommen.
Bereits im Herbst 2010 hatte die Süddeutsche Zeitung (SZ) einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Kindererziehung mit dem Rohrstock habe in fundamentalchristlichen Kreisen Konjunktur, schließlich stehe das so in der Bibel.
Es gebe
unter strenggläubigen Christen eine heimliche Kultur des Prügelns. Nicht nur mit der Hand, sondern mit der Rute. Denn:
Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn baldheißt es in der Bibel (Sprüche 13,24). UndRute und Strafe gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande.(Sprüche 29,15). Die Eltern, die diesen Worten folgen, gehören Glaubensgemeinschaften wie den evangelikalen Freikirchen und den Zeugen Jehovas an, welche die Bibel wörtlich nehmen, und in denen Zweifel am Wort Gottes als Einflüsterungen Satans gelten.
Natürlich schlagen nicht alle Eltern in diesen Gruppen ihre Kinder, doch sei Gewalt zur pädagogischen Züchtigung, so wird ein Aussteiger zitiert, in den evangelikalen Freikirchen weitgehend akzeptiert
. Sie sei das Haupthilfsmittel der Eltern, den Kindern das Gericht Gottes zu verdeutlichen - und später die Gnade Gottes
.
Auch die Süddeutsche Zeitung verweist auf das mittlerweile vergriffenen Buch Eltern - Hirten der Herzen
des US-Pastors Tedd Tripp.
Wenn dein Kind nicht gehorcht, muss es diszipliniert werden
, rät Tripp und meint damit den Einsatz der Rute. Nach der Disziplinierung
sollte man das Kind auf den Schoß nehmen und umarmen. Und wenn das Disziplinieren nicht die Frucht des Friedens und der Gerechtigkeit hervorgebracht hat
, erklärt Tripp dem geprügelten Nachwuchs: Wenn nötig, müssen wir noch einmal nach oben gehen.
Eltern, die Angst haben, angezeigt zu werden, empfiehlt Tripp: Wenn Großeltern oder andere Verwandte gegen körperliche Züchtigung eingestellt sind, sollte man dafür sorgen, dass sie nicht in ihrem Beisein geschieht.
Weit davon entfernt, Abscheu zu erregen, werden diese Anleitungen zur Kindesmisshandlung und -entwürdigung von fundamentalistischen Kreisen im Internet mit Applaus bedacht:
Manche Leser des Buches kommentieren seine Empfehlungen im Internet begeistert - und weisen darauf hin, dass der Gebrauch der Rute ja nicht als Gewaltakt zu sehen sei. Schließlich sagt der Autor eindeutig, dass man nicht nach Lust und Laune auf die Kinder eindreschen dürfe - oder aus den falschen Gründen.
Source: Liebe geht durch den Stock
Kurz vor Weihnachten hat der NDR über evangelikale Erziehung mit der Rute berichtet. So empfehlen einige christliche Erziehungsratgeber, Kinder mit körperlicher Gewalt zu züchtigen, auf Vortragsreisen durch Niedersachsen vertreten evangelikale Prediger diese Haltung.
So hatte Wilfried Plock, christlicher Prediger und Leiter eines Zusammenschlusses von mehr als 200 Gemeinden in Deutschland, der Konferenz für Gemeindegründung
(KfG), in einem Vortrag erklärt:
Es gibt einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben: P-O-P-O. Da kann man Kinder unter Umständen hinschlagen, auch mit einer Rute.
In evangelikalen Kreisen kursieren auch Bücher und DVDs mit entsprechenden Erziehungstipps. Der amerikanische Autor Tedd Tripp rät, Kinder körperlich zu züchtigen
, also zu schlagen. Sein Buch Eltern - Hirten der Herzen
sei laut dem deutschen Verleger mittlerweile vergriffen - zu kaufen sind aber noch CDs und DVDs mit Mitschnitten von Vorträgen, die er in Gemeinden in Deutschland gehalten hat.
Schon Ende der 90er-Jahre hatte eine Enquete-Kommission des Bundestags festgestellt, dass in christlich-fundamentalistischen Gemeinden eine mitunter deutliche Befürwortung disziplinierender, körperlicher Züchtigungen
verbreitet sei. Und der Kriminologe Christian Pfeiffer kam dieses Jahr in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Kinder in evangelikalen Freikirchen besonders häufig geschlagen werden.
Legitimiert wird die Gewalt gegen Kinder durch die Bibel.
Für evangelikale Christen ist die Bibel Grundlage für alle Lebens- und Glaubensfragen. Sie leiten strenge Lebensregeln daraus ab. Abtreibung zum Beispiel lehnen sie entschieden ab. Sie machen sich für Ehe und die klassische Familie stark, Homosexualität gilt als Sünde.
So werden Stellen der Bibel als Verhaltensanweisungen buchstäblich auf die heutige Zeit übertragen.
Ein Beispiel: Wer seine Rute schont, hasst seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, züchtigt ihn beizeiten
(Spr 13,24).
Auf Anfrage des NDR hatte auch der Verleger der CD von Tedd Tripp auf die Bibel verwiesen. Sie spreche eindeutig von der Notwendigkeit und Nützlichkeit der Zucht
.
Source: Kinder schlagen im Namen Gottes
Colin Crouch hat den Begriff der Postdemokratie zwar nicht erfunden, die Ehre gebührt vermutlich Jacques Rancière, wohl aber für seine Verbreitung gesorgt.
Politik in der Postdemokratie ist ein mediales Spektakel, in dem Debatten inszeniert werden, Dissenz aber verdrängt wird. Entscheidend sind und repräsentiert werden vor allem ökonomische Interessen.
Der Begriff bezeichnet ein Gemeinwesen, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden, Wahlen, die sogar dazu führen, dass Regierungen ihren Abschied nehmen müssen, in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, dass sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben. Die Mehrheit der Bürger spielt dabei eine passive, schweigende ja sogar apathische Rolle, sie reagieren nur auf Signale, die man ihnen gibt. Im Schatten dieser politischen Inszenierung wird die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht: von gewählten Regierungen und Eliten, die vor allem die Interessen der Wirtschaft vertreten.
Wahlen werden zu Marketingkampagnen, die relativ offen auf manipulative Techniken setzen, um Waren zu verkaufen
.
Crouch kritisiert die Fragmentarisierung politischer Initiativen und warnt davor, das Kind mit dem Bade auszuschütten und Parteien abzuschreiben. Schließlich, so Crouch,
haben wir jedoch gesehen, dass gerade von der Aufsplitterung der politischen Landschaft in eine Vielzahl von NGOs, Bürgerinitiativen und Lobbys die Reichen und Mächtigen systematisch in einem Ausmaß profitieren, das in einer Zeit, in der Politik noch von Parteien dominiert wurde, die relativ klar abgegrenzte Wählergruppen repräsentierten, undenkbar gewesen wäre. Die Parteien abzuschreiben und ganz auf unabhängige Organisationen zu setzen, würde aus dieser Perspektive darauf hinauslaufen, sich an der postdemokratischen Verschwörung zu beteiligen.
Zitate: Colin Crouch: Postdemokratie. 2008.
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Support auch in Zukunft im Kundenbereich.
Wie ist es möglich, dass man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird - dass man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird?
- Michel Foucault
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geschlossenen Brüdern
Wer sich für Portugal interessiert, dem sei ein Besuch in Lissabon oder Sintra empfohlen. Und wer nach Informationen über Portugal sucht, der kann sich im Portugalforum mit anderen austauschen.
Texte, Fragmente und Improvisationen zu Walter Benjamin und Jacob Taubes.
Antiquarische Bücher preiswert online im Rantzauer Sammlerkabinett bestellen: Taschenbücher und gebundene Bücher.
Bürgerinitiativen finden: Begründung zum Nachtflug-Urteil für BER enthält vielversprechende Details
Immer wieder taucht ein Begriff in der politischen Diskussion auf wenn Ergebnisse nicht zur eigenen Überzeugung passen. Die Rede ist von der schweigenden Mehrheit. Doch wer ist diese schweigende Mehrheit, die bei google über 150.000 Ergebnisse hervorruft? Wir werden es nie erfahren, so lange sie schweigt. Dies macht es in Auseinandersetzungen so einfach mit ihr zu argumentieren.
Künftig soll der Anschluss von Orten unterstützt werden, in denen kein Marktinteresse erkennbar oder deren Internet-Verbindung bislang zu schwach sei. Gefördert werden soll die Verlegung von Leerrohren zwischen den betreffenden Orten und einer Glasfaserleitung. dpa