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Scharfschwerdtstraße 43

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Notizen

Von K.P. am 24. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

In Oberhavel wird der Kampf gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit fast immer ohne Beteiligung der so genannten bürgerlichen Kräfte geführt.

Der Protestzug der Flüchtlingsgegner orientierte sich an den Forderungen der Pegida-Bewegung in Dresden. In Oranienburg weisen die Organisatoren weiterhin jegliche Einstufung als rechten Aufzug von sich. Clever argumentieren sie, sie seien gegen Sammelunterkünfte, da diese unmenschlich seien. Tatsächlich agiert die NPD im Hintergrund. Das Fronttransparent trug ein Stadtverordneter der NPD aus dem Havelland, mindestens ein Transparent wurde von Oberhaveler NPD-Aktivisten getragen und auch die Lautsprechertechnik wurde erneut von Aktivisten der NPD-Parteijugend betreut. In der Demonstration selbst waren weitere Funktionäre der NPD, darunter die Landesgeschäftsführerin der Partei, Aileen Rokohl. Die überwiegende Anzahl der Teilnehmer waren junge, teilweise vermummte Männer. (Brauner Aufmarsch in Oranienburg)

Bei Facebook antwortet der Landratskandidat der CDU auf die Frage, wo denn die CDU war, als diese Gegner einer offenen Gesellschaft durch Oranienburg marschierten und inwiefern ein Landrat neutral gegenüber Fremdenfeindlichkeit sein kann, so:

Liebe Diskutanten, ist doch wohl unstrittig, dass wir als Kommunalpolitiker demokratischer Parteien zur freiheitlich demokratischen Grundwerten unserer Gesellschaft stehen. Dazu gehört gerade, zu hören, zu sehen und zu reden. Was garnicht geht sind im demokratischen Kanon Vorurteile und Intransparenz. Wir stehen doch im Kern zusammen, mag es auch in dessen Interpretation unterschiedliche Antworten und Lösungsansätze geben. In diesem Sinne.

Rink zur Demo gegen Nazis

Das ist das Gegenteil einer Haltung.

Immerhin distanziert man sich auch von Trittbrettfahrern ... 

Heider zur Sicherheit - gegen Trittbrettfahrer

... entscheidend aber wäre endlich klar Position zu beziehen und Verantwortung zu übernehmen, so dass die Trittbrettfahrer gar nicht erst auf den Gedanken kommen, sie könnten auf den Zug der CDU springen.

Derweil in Freiburg: Es war die größte Demonstration in der Stadtgeschichte: 20.000 Menschen sind in Freiburg auf die Straße gegangen und haben gegen Intoleranz und Islamfeindlichkeit protestiert.

Von K.P. am 24. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Schaut man sich die Programme der Landratskandidaten in Oberhavel an, fällt auf, dass die Kandidaten von CDU und SPD das Thema Asyl- ud Flüchtlingspolitik wohl nicht für relevant halten.

In der Ausländerbehörde des Landkreises muss der Dialog aller Beteiligten und die Integration von Migranten und Migratinnen und Flüchtlingen im täglichen Umgang gelebt werden. Wir müssen ihnen mit Respekt und Hilfe begegnen. Sie brauchen umfassende Integrations- sowie Erziehungs-, Schul- und Ausbildungsangebote für ihre Kinder. Hier ist mir der Dialog mit Betroffenen, den ehrenamtlich arbeitenden Initiativen und den Flüchtlingen selbst, besonders wichtig. Weitere Gemeinschaftsunterkünfte sollen möglichst vermieden und Flüchtlinge vorrangig dezentral in Wohnungen untergebracht werden. (von Gizycki)

OHV ist bunt statt braun Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind unumstößliche Grundrechte, die es besonders zu schützen gilt. Deshalb ist es von Bedeutung, Werte wie Antifaschismus und Antirassismus in der Gesellschaft fest zu verankern. (Kullack)

Dem Programm der LINKEN sind zudem eine ganze Reihe konkreter Maßnahmen zu entnehmen.

In Oberhavel ist völkischer Nationalismus längst Alltagskultur. Wer hier also Haltung zeigt, riskiert Stimmenverlust. Der Kandidat der SPD zeigt immerhin Präsenz auf der Demonstration gegen den Abendmarsch der extremen Rechten in Oranienburg.

Und die bürgerliche Partei? Sollte sich die Wahlstrategie der CDU darauf beschränken: ganz unbestimmt mehr Sicherheit zu fordern, um damit auch die Stimmen zu gewinnen, die Sicherheit nur für Deutsche und vor allem Fremden verlangen? Wenn nicht, muss sich auch die CDU endlich gegen die Aufmärsche der extremen Rechten und für eine liberale Asylpolitik im Kreis positionieren.

Von K.P. am 24. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Ob auf Demonstrationen zur Rettung des Abendlandes oder bei Facebook - wir können zur Zeit beobachten, wie sehr die Enthemmung des rassistischen und völkischen Mobs bereits fortgeschritten ist.

Nein zum Heim lautet heute der Ersatz für die Kampfformel Ausländer raus und Abendspaziergänge sind eine Plattform für die Mobilisierung der extremen Rechten, die auf die Durchsetzung ethnisch homogener Volksgemeinschaft setzt.

Auch in Oranienburg/Oberhavel/Brandenburg wird die rassistische Aggression öffentlich vorbereitet und mit Beifall aufgenommen. Bei Facebook kann man das Weltbild der rassistischen Sympathisanten erkunden, die bei ihren Postings kaum Hemmungen zeigen. Selten, dass der eigenen Name nicht genannt wird. Und das offensichtlich deswegen, weil ihnen ihm Alltag nicht widersprochen wird, der Wahn längst zur Alltagskultur geworden ist.

Wenn mit dem Abfackeln von Asylantenheimen zum Sturm geblasen wird, hat einer ihrer dümmsten Mitläufer nur etwas zu laut ausgeplaudert, worauf die Enthemmung zielt. Durch Wut formiert sich der Mob. Andere sind vorsichtiger, artikulieren (wie zwanghaft auch immer) ihr Ressentiment und geben die Drohung als Warnung aus.

OHV - Simone Frieb

OHV - Rick Joschko

OHV - Nadine Steffen

OHV - Roccy Stumpf

Darüber, wer sich auf diesen Spaziergängen sehen lässt, können wir uns ein Bild machen. Die Lügenpresse macht ihre Arbeit, den lokal engagierten Journalisten sei Dank.

Wer nicht hinsehen will und dem Phänomen reflexhaft mit dem Verweis auf Meinungsfreiheit, gar politischer Neutralität begegnet, verkennt die fortschreitende Enthemmung und trägt nichts dazu bei, Perspektiven gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu entwickeln.

Von K.P. am 22. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Hohen Neuendorf

Gedanken sind frei, aber nicht folgenlos, hat Jacob Taubes einmal gesagt. Das gilt erst Recht für politische Meinungen.

Sie haben nicht nur Konsequenzen, sondern sind immer auch Teil einer kommunikativen, sozialen und kulturellen Praxis. Sie werden nicht in der reinen Innerlichkeit einer unschuldigen Seele geäußert, sondern verstrickt in politische Kontexte.

Auf Demonstrationen suchen Meinungen nach Anschluss und bekunden einen politischen Willen. Sie werden in einem taktischen Feld geäußert und zielen auf rhetorische Effekte. Sie können deswegen selten buchstäblich verstanden und wiedergegeben, sondern müssen analysiert und eingeordnet werden. Erst dann wird klar, was eine Meinung (politisch) will.

In einem Artikel der MAZ zu der Demonstration meist jugendlicher (und männlicher) Nationalsozialisten in Oranienburg fällt die Reflexion auf die Folgen und den politischen Kontext ihrer Meinung völlig aus.

Zwei Meinungslager zum Thema Asyl prallten gestern Abend bei Kundgebungen in Oranienburg aufeinander.  (Protest bei "Abendspaziergang" in Oranienburg)

Das klingt, als sei alles egal, als hätte die eine Meinung keine tödlichen Folgen für die, die nicht zu dem Volk gehören, das die Rassisten bei diesem Abendspaziergang zu repräsentieren meinen.

Gerade mit journalistischer Objektivität hat das nichts zu tun, denn zur objektiven Analyse sollte die Einbettung der Demonstration und der Meinungen der Teilnehmer in ein Feld politischer Strategie gehören.

Kurz gesagt: Wer auf einer von Nationalsozialisten (mit) inszenierten Veranstaltung von Asylkritik redet, spricht eine Todesdrohung aus. Im Ernstfall wird die Meinung von der Gefolgschaft verstanden und zum Abfackeln eines Asylbewerberheims aufgerufen.

(Und sicher wäre der Artikel besser ausgefallen, müsste er nicht gleich eine Stunde nach der Demonstration veröffentlich werden. Nicht nur Meinungsbildung, sondern Analyse braucht Zeit. Auch diese.)

Von K.P. am 21. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Wassertreten im Strom Lethe ... Daniel Bensaid (1998) über dringliche Reformen, politische Entscheidungen und die linke (sozialdemokratische) als Kopie der rechten Mitte.

Eine wirkliche Reformpolitik erfordert eine umfassende Steuerreform, eine ernsthafte Besteuerung zu Spekulationszwecken verwendeter Vermögen, eine drastische Senkung der Mehrwertsteuer und eine progressive Kapitalertragssteuer, um den produzierten Reichtum umzuverteilen, ohne die Nachfrage abzuwürgen. Nötig wären eine europäisch abgestimmte Besteuerung spekulativer Kapitalbewegungen, die Aufhebung des Bankgeheimnisses und die Abschaffung der Steueroasen. Nötig wären desweiteren eine Ausweitung (statt eines Abbaus) der sozialen Sicherungssysteme, eine aktive Infrastrukturpolitik und der Ausbau der öffentlichen Versorgungsbetriebe und Dienstleistungen, verbunden mit einer europaweiten gesellschaftlichen Aneignung von Gemeinschaftsleistungen wie Wasser- und Energieversorgung, Transport und Verkehr. Unabdingbar wäre schließlich auch das Verbot von Massenentlassungen in Großunternehmen, die Erhöhung der sozialen Mindestsicherung und der Niedriglöhne sowie abgestimmte und zwingende Maßnahmen zur schrittweisen Arbeitszeitreduzierung auf 32 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich.

Source: DER DRITTE WEG DER SOZIALDEMOKRATISCHEN ELITEN: Viel alter Wein und viele neue Schläuche

Von K.P. am 21. Januar 2015 keine Kommentare

Archive

Wassertreten im Strom Lethe ... Sabine Kebir (2001) über die Schlacht des Westens gegen das Böse.

Es wird sehr darauf ankommen, ob Terrorismus nicht nur als "Menschenrechtsverbrechen" oder das "Böse" schlechthin gegeißelt, sondern in seiner sehr komplizierten Verflechtung mit sozialen und kulturellen Interessen begriffen wird.

In einer unheimlichen, öffentlich kaum zur Sprache gebrachten Allianz mit Saudi-Arabien verbreitete sich auch im Westen ein kulturalistisch ethnisiertes Weltbild, das die angebliche Demokratieunfähigkeit des Islam je nach Bedarf, einmal zum kulturellen Recht, einmal zum entscheidenden Makel erklärte.

Nicht nur der Westen an sich, auch ein Großteil der Linken überließ die Demokratiebewegung in der islamischen Welt einem grausamen Schicksal. In Algerien kostete das Hunderttausende von Menschenleben. Es kamen aus Westeuropa unablässig zynische Ermahnungen, die Islamisten doch an der Regierung zu beteiligen.

...

Tritt in den Spiegel. Die Schlacht gegen das "Böse" Der Westen attackiert seine Helfer von einst

Von K.P. am 21. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Fundamentalismus ist das Gespenst, das über der posthistorischen Landschaft des liberalen Westens schwebt.

Symptome posthistorischer Apathie: (1.) ein grund- und perspektivloser Diskurs der Meinungsfreiheit, aus dem die Idee der Wahrheit verschwunden ist - (2.) eine ästhetische Form der Toleranz, der alle Bilder gelingenden Lebens gleich egal sind - (3.) eine Wertediskussion, in der Marktkonformität die Lösung jedes Wertproblems ist.

Im Posthistoire hat man es satt, kennt aber keinen Hunger.

Der selbstgefällige und faul gewordene Liberalismus (der also, der seine sozialistischen Pointen und regulativen Ideen verdrängt) hat mit seinen Grundwerten die Löcher der Negativität gestopft und damit sich selbst zum ohnmächtigen Zuschauer des universalen Horrors gemacht. Auch ein Stück aus der Dialektik der Aufklärung: Freiheit heute, das heißt, dass alles gleich und egal ist.

Das Paradox ist, dass der Liberalismus allein nicht stark genug ist, um diese Werte gegen den fundamentalistischen Ansturm zu retten. Der Fundamentalismus ist eine Reaktion – eine falsche, mystifizierende natürlich – gegen einen echten Makel des Liberalismus, und deshalb erzeugt der Liberalismus immer wieder neuen Fundamentalismus. Sich selbst überlassen, wird der Liberalismus sich langsam selbst untergraben – das Einzige, was seine Grundwerte retten kann, ist eine neue Linke.

Um seine zentralen Werte wirklich zu retten, braucht der Liberalismus die brüderliche Hilfe der radikalen Linken. Dies ist der einzige Weg, um den Fundamentalismus zu besiegen, ihm den Boden unter den Füßen wegzufegen. Über die Morde in Paris nachzudenken, heißt also die Selbstgefälligkeit des toleranten Liberalen fallen zu lassen und zu akzeptieren, dass der Konflikt zwischen liberaler Freizügigkeit und Fundamentalismus letztlich ein falscher ist – ein Teufelskreis zweier Pole, die sich gegenseitig hervorbringen und bedingen.

Was Max Horkheimer in den dreißiger Jahren über Faschismus und Kapitalismus sagte – „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“ –, sollte man auf den Fundamentalismus von heute anwenden: Wer nicht kritisch über die liberale Demokratie reden will, sollte auch vom religiösen Fundamentalismus schweigen.(Slavoj Žižek)

Source: Verunsicherte Fundamentalisten

Von K.P. am 18. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Aus einem Flyer der von Bazon Brock geleiteten AG Kultur und Strategie - Kunst und Krieg, zitiert von Klaus Theweleit in seinem Buch über die Folgen des 11. September: "Der Knall".

Die Politik der kulturellen Identität besteht darin, Minoritäten innerhalb von Majoritätsgesellschaften anzustifen, ihre je kulturelle Autonomie zu behaupten, zur Not mit Gewalt. (...) Die Begriffserfindung der kulturellen Identität hat keine reale Entsprechung, sie ist ein Kontrafaktum, eine Konstruktion zur Erpressung der zu ihr gehörigen und zur ausbeuterischen Ausgrenzung aller nicht zu ihr gehörigen.

Von K.P. am 12. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Es ist schon auf symptomatische Weise ein Zeichen religiöser Unaufrichtigkeit, wahrscheinlich sogar eher Blindheit, wenn christlich-konservative Politiker in Deutschland weiter für die Strafbarkeit von Gotteslästerung eintreten.

Der Blasphemieparagraf 166 StGB verbietet, das religiöse Bekenntnis oder eine Religionsgemeinschaft in einer Weise zu beschimpfen, "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören". Möglich sind bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Als ob nicht der am Kreuz gestorbene Gott genau das war: Gotteslästerung (nämlich der heroisch-strahlenden Götter des Heidentums) und Störung des öffentlichen Friedens (nämlich des römischen Imperiums).

Christlich erlaubt ist also schon immer Götterlästerung, Gotteslästerung jedoch nicht.

Von K.P. am 10. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Hohen Neuendorf

Im Netz kursiert ein fälschlich Aristoteles zugeschriebenes Zitat, mit dem Toleranz als Tugend einer untergehenden Gesellschaft identifiziert wird.

Geschulte Ohren hören das hohle (Untergangs-)Pathos, die nietzscheanische Attitüde, das Epigonentum.

Und Aristoteles kennt vielleicht die Sache, aber nicht den Begriff der Toleranz. Auch die Sache wird erst unter dem monotheistischen Absolutheitsanspruch virulent, denn polytheistisch ist Toleranz nicht das Problem, der griechische Götterhimmel ist integrativ.

Und selbst wenn das Zitat korrekt wäre, historisch bliebe es schlichtweg falsch, zumindest dann, wenn man weiß, dass mit dem Westfälischen Frieden, dem wir die Bewegung zur Toleranz nach dem konfessionellen Bürgerkrieg zu verdanken haben, gleichsam die europäische Geburtsurkunde unterzeichnet wurde.

Woher stammt das Zitat also?

Vermutlich handelt es sich dabei um eine eingedeutschte Version des seit einigen Jahren in konservativen englischsprachigen Foren kursierenden Satzes "Tolerance is the last virtue of a depraved society" aus dem kurzen Text "The New Tolerance" des konservativen evangelikalen Predigers D. James Kennedy aus dem Jahr 2007. Dieser prangert dort, wenig überraschend, den vorgeblichen moralischen Relativismus der Moderne an und zeichnet dabei den Vorwurf der Intoleranz als neue Waffe der Progressiven.

Aber man kann auch noch das Urbild dieser konservativ-evangelikalen Formel erkennen, mit der christlicher (abendländischer) Fundamentalismus zum Angriff auf den Relativismus der Moderne bläst. Geprägt hat es Moeller van den Bruck. Mit den Worten "Am Liberalismus gehen die Völker zu Grunde" ist in seinem für die Ideologie des Nationalsozialismus maßgeblichen Hauptwerk "Das dritte Reich" (1923) der dem Todfeind "Liberalismus" gewidmete Aufsatz überschrieben, der seit je zur Standardlektüre bei den Gebildeten unter den Nationalsozialisten zählt.

Das falsche Zitat wird sich auch im Poesialbum des geläufigen PEGIDISTEN finden. Die Führer und intellektuellen Brandstifter wissen genauer, was gemeint ist.

Gefährdet ist die Gesellschaft also nicht durch Toleranz, sondern durch ihre Verächter.

Von K.P. am 10. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Die Menschen, gerade die engagierten, gruppieren sich heute zwecks Identitätsfindung in Klein- und Großgruppen, in Vereinen, Initiativen, Parteien und anderen Banden - um sich dann in Ritualen der Distanzierung zu üben, wenn sie merken, dass sie in ihrem Racket unter die Räder kommen.

Denn das Gesetz der Rudelbildung ist nicht authentische Identitätsbildung, sondern massenhafte Konformität durch Gefolgschaft. Und die zerbricht regelmäßig, wenn der Anpassungsdruck zu groß geworden ist.

Dann wird gejammert: nicht in meinem Namen.

Weil abstrakte Identität aber das Prinzip der warenförmigen Gesellschaft ist, lernt das total vergesellschaftete Subjekt aus der Desillusionierung nichts, sondern unterwirft sich zwanghaft dem nächsten Kollektiv und seinem Heil(ung)sversprechen - statt einfach das zu tun, was notwendig wäre: im eigenen Namen zu sprechen und dem eigenen Begehren zu folgen ... mit schwacher Stimme, gebrochen und offen für den Einspruch des Anderen.

Von K.P. am 07. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Die Gruppe "Nein zum Heim in Oranienburg", die für den völkischen Spaziergang durch die Kreisstadt am 17. Dezember 2014 mobilisiert hat, kopiert bei Facebook zum neuen Jahr einen Text, der gerade in der nationalsozialistischen (Internet-)Szene kursiert. Mit dem Slogan "Ich will, dass ihr wütend werdet!" sollen die (Montags-)Demonstranten enthemmt werden.

Wütend werden

So sieht ein Führerbefehl im Zeitalter digitaler Reproduzierbarkeit aus. Dass der Führer, der befiehlt, was seine Gefolgschaft fühlen soll, durch die serielle Verbreitung anonym geworden ist, erhöht die Identifikationsbereitschaft. Mit Texten dieser Art kann der autoritäre Charakter eigene Leidenschaft plakatieren. Sie funktionieren als Lizenz zur Selbstermächtigung. Wenn alle wütend sind, dann kann ich auch wütend sein.

Das erklärt auch, wie das Schweigen des Dresdener und anderer Demonstranten ins Szene gesetzt und instrumentalisiert werden soll. Denn wer redet, verliert die Wut, weil mit dem Dialog das Moment der (Selbst-)Reflexion wächst. Das Dresdener Schweigegebot ist deswegen neben dem Rede- auch ein Denkverbot. Der Kessel soll brodeln, bis er explodiert. Die Wut wird als Destruktionsenergie produziert.

Ziel der Nazionalsozialisten ist die Meute für den Angriff zu rekrutieren. Nur sollen diesmal nicht nur die sozial Deklassierten die Brandsätze zünden, sondern die bürgerliche Mitte wird - während in der FAS Konrad Adam dem bildungsbürgerlichen Retter des Abendlandes mit historischen Anekdoten kommt, um den Ernst der Lage zu (er-)klären - zur direkten Aktion getrieben. Die Biedermännern sollen nicht nur ideologisch, sondern auch tatsächlich zu Brandstiftern werden.

Die Gefolgschaft reagiert prompt - und ruft zum Abfackeln der Unterkünfte in Lehnitz auf:

Abfackeln

Der Kommentar ist mitterweile gelöscht worden, auch das Profil scheint entfernt worden zu sein. Am Ende will es wieder keiner gewesen sein.

Von K.P. am 06. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Sehr guter, weil grundsätzlicher Artikel von Götz Eisenberg über PEGIDA - über den Faschismus der Gefühle, die Mitte als Gütesiegel und aufklärerisch-demokratische Praxis. Zur Orientierung drei Zitate.

Die Menschen, die unter dem Banner von PEGIDA demonstrieren, begreifen sich selbst als Mitte der Gesellschaft. (...) Wenn man mir mit dem Verweis auf die "Mitte der Gesellschaft" kommt, als wäre das ein demokratisches Gütesiegel, bin ich deswegen stets versucht zu sagen: „Genau, das ist es ja gerade. Da stammt er ja her, der Nationalsozialismus. Dass man der Mitte der Gesellschaft entstammt, heißt doch noch lange nicht, dass man kein Nazi sein kann.“

Der durchschnittliche Erwachsene dieser Kultur ist ein Produkt von Wunschvernichtung und verinnerlichter Repression. Immer, wenn ihm außerhalb seiner etwas begegnet, das auf ein Mehr an Freiheit und Glück hindeutet oder das einfach nur anders ist, „geht ihm das Messer in der Tasche auf“. Der autoritär erzogene Mensch wird eine Neigung davontragen, das, was er selbst unter Schmerzen in sich abtöten und begraben musste, aus sich herauszusetzen und dort am Anderen zu bekämpfen und zu vernichten. Auf der Basis eines an seiner Entfaltung gehinderten, durch pädagogische Dressur partiell getöteten Lebens entwickelt sich eine konformistische Bösartigkeit, ein Zugleich von Anpassung und Aggression. Ihr wohnt eine Tendenz inne, sich am Anderen schadlos zu halten und zu verfolgen, was einem lebendiger vorkommt. (...) Dieser Faschismus der Gefühle oder der Gefühllosigkeit ist zu verstehen als eine Parteinahme für das Abgestorbene und Tote in der eigenen Person. Faschismus oder Nicht-Faschismus sind also in erster Linie eine Frage der Achtung und Verachtung des Lebendigen und erst dann eine im engeren Sinn politische Entscheidung für Links oder Rechts.

Der faschistische Agitator und die politische Rechte betreiben, hat Leo Löwenthal gesagt, "umgekehrte Psychoanalyse". Statt das dumpf im psychischen Untergrund Schwelende und die frei flottierenden Ängste über sich selbst aufzuklären und ins Bewusstsein zu heben, wie es psychoanalytische und aufklärerisch-demokratische Praxis wäre, eignen sie sich diesen Rohstoff so an, wie er bereit liegt, und setzen ihn für ihre Zwecke in Gang. Sie rücken den verunsicherten Menschen einen Feind zurecht, den sie für ihr Unglück verantwortlich machen können. In Zeiten verbreiteter Verunsicherung und Desorientierung steigt das Bedürfnis nach entlastenden Vereinfachungen, und wer die simpelsten Polarisierungen liefert, hat die besten Aussichten, Gehör und Gefolgschaft zu finden. Wirkliche Aufklärung – unter striktem Verzicht auf alles Populistisch-Reklameähnliche – ist dagegen mühsam und schmerzhaft.

Source: Extremismus der Mitte

Von K.P. am 06. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Aram Ockert, Gründungsmitglied der Grünen, erklärt seinen Austritt.

Unter allen potenziellen Regierungsparteien gibt es einen Wettbewerb: Wer als erster einen Inhalt, der polarisierungsfähig wäre, verkündet, hat verloren. Diese Parteien bieten sich als Projektionsflächen auf Basis bestimmter Kompetenzvermutungen an. Die Grünen profitieren davon, dass das Thema Ökologie ihnen als Kompetenz zugeschrieben wird. Und sie erwecken den Anschein, dass Ökologie und Ökonomie wunderbar vereinbar wären.("Jetzt ist Schuss")

Noch besser erklärt (wenn auch im ideologischen Kauderwelsch) deswegen Parteivorstand Cem Özdemir gerade die Lage. Er

will die Grünen zu einer Partei machen, in der sich auch Unternehmer und Gründer wohl fühlen. "Das Schöne ist, dass es durch das, was man heutzutage als Industrie 4.0 oder Digitalisierung bezeichnet, Schnittmengen und Gemeinsamkeiten mit den Interessen der Wirtschaft einerseits und andererseits mit den Interessen der Ökologie gibt", sagt Özdemir. "Weil man eben mit Industrie 4.0 und mit Digitalisierung einen deutlich reduzierten Bedarf an Rohstoffen braucht."

Von K.P. am 06. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Die Masken fallen - und der Ernstfall steht an.

Mit der (Re-)Politisierung der Öffentlichkeit wächst auf allen Seiten das Begehren nach Eindeutigkeit, Klarsicht und Durchblick. Eine politische Rhetorik des Ernstfalls wird geübt. Man will auf der richtigen Seite stehen und mit offenem Visier dem Feind in's Auge blicken.

So schlägt gleich auch die Stunde der großen Vereinfacher, deren täglich Brot die Parolen der Menge sind.

Von K.P. am 06. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Die Feinde der repräsentativen Demokratie sitzen heute im Parlament. Sie betreiben Politik als Akzeptanzgewinnungsveranstaltung.

Wir müssen die Akzeptanz in der Bevölkerung verbessern, das wird eine Riesen-Herausforderung. (Brandenburg hält an Großmastanlagen fest)

Politik, heißt das, ist Einsicht in die (alternativlose) Notwendigkeit. Medium dieser rein sachpolitischen Erleuchtung ist die Partei und der (Berufs-)Politiker ihr Priester. Die Herausforderungen der Politik sind deswegen Akzeptanzgewinnungsmaßnahmen. Wenn der unmündige Bürger das Notwendige jedoch nicht akzeptiert, wird er aus der politischen Kultgesellschaft ausgeschlossen. Gesellschaft erscheint deswegen heute als Menge der Exkommunizierten.

Das ist Stalinismus unter marktkonformen Bedindungen. (Und die Situation, aus der in Dresden ein völkischer Ausweg gesucht wird, der Demokratie durch Akklamation und Gefolgschaft ersetzen würde.)

Von K.P. am 05. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Gerechtigkeit als gleiche Armut für alle (im Süden). Darum geht's Merkel und Oppermann. Worum's bei Syriza geht, steht in dieser Dokumentation.

O que fará um Governo Syriza?

O ano que aí vem terá eleições em vários dos países da crise: desde logo, na Grécia, na Espanha e em Portugal. A União Europeia precisa de ver representados — inclusivé ao nível governativo — os milhões de cidadãos que procuram uma alternativa às atuais políticas de austeridade num quadro democrático, cívico e de defesa dos seus valores fundadores e dos princípios da Carta Europeia dos Direitos Fundamentais, tão esquecidos nos últimos anos. (Deixem a democracia funcionar, a bem do povo grego e do futuro da União)

Während in Dresden für den völkischen Ernstfall mobilisiert wird, stehen in Griechenland, Spanien und Portugal auch emanzipatorische Alternativen zur Wahl - gegen das Europa Merkels und für die europäischen Grundrechte.

Wir lehnen die Vorstellung der Bundeskanzlerin Merkel von einer „marktkonformen Demokratie“ ab, nach der ganz Europa funktionieren soll.

Von K.P. am 03. Januar 2015 keine Kommentare

Archive Kultur

Selbstbestimmung, schreibt Herbert Marcuse 1964, wird in dem Maße real sein, wie die Massen in Individuen aufgelöst worden sind.

Was wir ablehnen, ist nicht ohne Wert oder Bedeutung. Eben deshalb bedarf es der Weigerung. Es gibt eine Vernunft, die wir nicht mehr akzeptieren; es gibt eine Erscheinung von Weisheit, die uns in Schrecken versetzt; es gibt die Aufforderung zuzustimmen und sich zu versöhnen. Ein Bruch ist eingetreten. Wir sind zu einer Freimütigkeit angehalten, die das Mittun nicht mehr duldet. (Maurice Blanchot)

Von K.P. am 19. Dezember 2014 keine Kommentare

Archive Hohen Neuendorf

Gerade kann man sehen, warum in Oberhavel ein neuer Landrat, der nicht durch die alte Schule der SPD gegangen ist, bitter nötig ist. (Aktualisiert am 21. Dezemnber 2014)

Matthias Kahl, Fachbereichsleiter für Soziales der Verwaltung Oberhavel, hat eine Geschenkverteilaktion in der Sammelunterkunft in Hennigsdorf verhindert. Er ließ verkünden, die Presse solle das Gelände verlassen und wenig später wurde auch allen anderen mitgeteilt, dass ab sofort generelles Besuchsverbot bestehe.

Flüchtlinge werden isoliert, Begegnungen obrigkeitsstaatlich reglementiert. Das Vorgehen der Verwaltung, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Initiativen Hennigsdorfer Ratschlag, Willkommen in Oberhavel und des Flüchtlingsrats Brandenburg, sei rechtswidrig:

Die Menschen in Haus 3 erwarteten unseren Besuch und haben in der Unerkunft ein Recht darauf. Aber auch das politische Signal dieser unsäglichen Maßnahme ist fatal. Anstatt die Geschenkaktion als nachbarschaftliche Geste zu unterstützen und ein freundschaftliches Zusammenleben von alten und neuen Oberhavelern zu fördern, sabotiert die Landkreisverwaltung das Engagement hunderter Bürgerinnen und Bürger. Damit liefern sie auch ein Signal der Ausgrenzung an all diejenigen, die Asylsuchende vor Ort willkommen heißen und unterstützen wollen und nicht zuetzt an die geflüchteten Menschen selbst, die bei uns Schutz suchen. Wir fragen uns: Mit welchem Ziel?

Bereits im November 2012 hatte der Fachbereichsleiter Matthias Kahl auf sein Hausrecht im Asylbewerberheim verwiesen und eine Pressekonferenz des damaligen Fraktionsvorsitzenden Der LINKEN im Landtag Potsdam, Christian Görke, sabotiert.

Der Kandidat (leider stehen im Februar 2015 Frauen wieder einmal nicht zur Wahl) für den Posten des Landrats müsste so mutig sein, die gewohnt kalte Politik des Landkreises gegenüber Flüchtlingen endlich zu überwinden. Dafür gibt es sicher keine Mehrheit in der Bevölkerung, vielleicht aber unter den Wählern.

Zu befürchten ist aber, dass aus Angst vor Stimmenverlust das Thema öffentlich gar nicht angesprochen wird und im (vermutlich ohnehin lauen) Wahlkampf außen vor bleibt. Doch mit einem Tabu wird man in Oberhavel keine (soweit das unter den rechtlichen Bedingungen überhaupt möglich ist) gute Asyl- und Flüchtlingspolitik machen können. Der rechte Mob kann dann weiter behaupten, er repräsentiere die schweigende Mehrheit des Volkes.

Nach den Vorwürfen des Oberhaveler Flüchtlingsrates hat sich jetzt der Landkreis zu Wort gemeldet. Schon vor Wochen hatte man den Veranstalter darauf aufmerksam gemacht, dass die Aktion im Heim nicht möglich sei und sogar kostenlos Räume angeboten.

Aus der Gegendarstellung des Oberhaveler Flüchtlingsrates:

Diese Darstellung ist schlicht falsch und die Begründung so paternalistisch wie abstrus. Die BewohnerInnen beschwerten sich nicht über unseren Besuch, die Zahl der BesucherInnen war sehr begrenzt und es handelte sich um persönliche Besuche, die keineswegs willkürlich erfolgten, sondern angekündigt waren und erwartet wurden. Die Initiativen und der Flüchtlingsrat kannten die Flüchtlinge, die uns erwarteten. Es war überdies niemals angedacht, den Gemeinschaftsraum zu nutzen, sondern die Flüchtlinge persönlich in ihren Räumen zu besuchen und die gespendeten Pakete an Sie und ihre FreundInnen zu übergeben. (...) Mit dem Rausschmiss verletzte die Verwaltung das Recht der BewohnerInnen der Unterkunft auf Besuch. (...) Wir fragen uns also nach wie vor: Unabhängig von den Einzelheiten, die zwischen dem OGA und dem Landkreis abgesprochen wurden, auf welcher Grundlage und mit welcher Absicht wurde den Geschenke verteilenden Initiativen als BesucherInnen ein Zugangsverbot erteilt und ihnen mit der Polizei gedroht?

Von K.P. am 18. Dezember 2014 keine Kommentare

Archive Kultur

Der Gauland, das ist einer dieser typisch deutschen Intellektuellen, die davon träumen, dass der Mob nach ihrer Pfeife tanzt. Die AfD ist ein ganzer Pfeifenchor dieser noch immer nicht ganz ausgestorbenen Spezies: Lucke, Adam, Henkel ...

Rechts geht es ihnen immer darum, die Rettung des christlichen Abendlandes durch die deutsche Nation mit der Feindschaft gegen alles Fremde zu verbinden.

Beim Philologen Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff (1848-1931) klang das exemplarisch so, wenn er den aristotelischen Satz über die Katharsis (die Reinigung der Seele mittels Furch und Mitleid) für entbehrlich erklärt und ihn aus der Theorie weist wie einen Asylanten aus dem Land:

Dieses Kleinod der Aristotelischen Lehre können wir nicht brauchen ... Nun mag Aristoteles entschuldigt sein, denn er hatte für religiöse Hingabe nicht viel Mitgefühl, und Patriotismus hatte der Heimatlose nicht. Aber die alten Athener hatten beides.

Angefangen beim brutalen Wir, in dessen Namen (die alten Athener = die neuen Deutschen / das deutsche Volk) der Gelehrte meint sprechen zu können, bis hin zur Denunzierung des Heimatlosen, dessen bloß oberflächliche Seele nicht in die Tiefe des abendländischen (deutsch-griechischen) Gemüts reiche ... hier wird immer wieder dasselbe Stück gespielt, das so billig ist, dass jeder Oranienburger und Dresdener Nazi es problemlos kopieren kann.

(Wobei die Griechen Gaulands die Whigs im Elisabethanischen Zeitalter sind.)

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Sie sind in der Scharfschwerdtstraße 43 gelandet, dem Büro Blog von Karsten Poppe.

Ich arbeite für Sie als Lektor. Von Beratung und Textentwicklung (Korrekturen, Lektorat, Ghostwriting) bis zur Gestaltung (Word, Open Office, PDF, DocBook, HTML/CSS, LaTeX, ePub).

Dr. Karsten Poppe
Scharfschwerdtstrasse 43
16540 Hohen Neuendorf
Deutschland
Tel.: +49 (0)3303 - 541371
Jabber: metaphora@jabber.ccc.de
Bürozeiten: Montag bis Donnerstag 9 bis 12 und 16 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr

Support auch in Zukunft im Kundenbereich.

Signaturen

Wie ist es möglich, dass man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird - dass man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird?

- Michel Foucault

Wer denkt, ist in aller Kritik nicht wütend: Denken hat die Wut sublimiert.

- Theodor W. Adorno

Tant mieux. Nicht weinen. Der Unsinn der kritischen Prognosen.

- Walter Benjamin

Heute kommt es (…) darauf an, zu retten, was von der persönlichen Freiheit noch übrig ist. Radikal sein heißt heute konservativ sein.

- Max Horkheimer

I have no spiritual investment in this world as it is.

- Jacob Taubes

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