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Notizen

2008 haben in Oberhavel zuletzt Kommunalwahlen stattgefunden - ein Blick in die Hohen Neuendorfer Stadtverordnetenversammlung (SVV) zeigt, dass in den letzten vier Jahren fast die Hälfte der ursprünglich gewählten PolitikerInnen ihr Mandat aufgegeben haben.

Das hat Einfluss auf die politische Legitimation des Stadtparlaments, so dass vielleicht der Gedanke an kürzere Wahlperioden auf kommunaler Ebene gar nicht so abwegig ist. Ein paar Argumente für eine Reform finden sich am Ende des Artikels.

Brandenburger Kommunalwahlrecht

Die Vertretungen der Gemeinden, der Städte und der Landkreise werden in Brandenburg auf fünf Jahre gewählt. In Städten mit 15.000 bis zu 25.000 Einwohnern werden 28 Sitze, in solchen mit mehr als 25 000 bis zu 35 000 Einwohner werden 32 Sitze vergeben. (D.h. in Hohen Neuendorf werden wahrscheinlich bei der nächten Wahl (2013) vier zusätzliche Stadtverordnete gewählt.)

Die Vertreter werden nach den Grundsätzen einer mit der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl gewählt. Der Wähler kann einem Bewerber bis zu drei Stimmen geben, und er kann dabei seine Stimmen auch Bewerbern verschiedener Wahlvorschläge geben.

Wahl 2008

Wählerbewegungen werden gerne und oft analysiert und prognostiziert, aber wie sieht es mit den in Hohen Neuendorf gewählten Stadtverordneten aus? Wer sitzt heute in der SVV, wer vor vier Jahren?

Stimmen, das ist die Anzahl der für den jeweilige(n) Kandiaten/Kandidatin abgebenen Stimmen. Die prozentualen Anteile beziehen sich auch die insgesamt für die jeweilige Partei abgegebenen Stimmen.

Durchgestrichene Abgeordnete sind nicht mehr in der SVV vertreten. Nachrücker sind unterstrichen.

CDU (7 Sitze)

  • Rink, Matthias (2133 Stimmen - 31,40%)
  • Apelt, Steffen (1349 Stimmen - 19,86%)
  • Dr. Weiland, Raimund (362 Stimmen - 5,33%)
  • Hauer, Christian (355 Stimmen - 5,23%)
  • Wollschläger, Helmut (341 Stimmen - 5,02%)
  • Teßmann, Jürgen (259 Stimmen - 3,81%)
  • Prof. Dr. Küntscher, Markus (257 Stimmen - 3,78%)
  • Wolf, Ulrich (185 Stimmen - 2,72%)
  • Loga, Maik (128 Stimmen - 1,88%)
  • Dieck, Marcel (116 Stimmen - 1,71%)
  • Heider, Michael (108 Stimmen - 1,59%)

SPD (5 Sitze)

  • Tornow, Lutz (1228 Stimmen - 22,20%)
  • Ziel, Alwin (644 Stimmen - 11,64%)
  • Gossmann-Reetz, Inka (594 Stimmen - 10,74%)
  • Lindner, Jutta Sigrid (453 Stimmen - 8,19%)
  • Müller, Siegfried Helmut (344 Stimmen - 6,22%)
  • Andrle, Josef (318 Stimmen - 5,75%)
  • Bormeister, Fred Hans August (265 Stimmen - 4,79%)

LINKE (6 Sitze)

  • Bennewitz, Katrin (1702 Stimmen - 26,19%)
  • Tittelbach, Manfred (950 Stimmen - 14,62%)
  • Przybilla, Marian (530 Stimmen - 8,16%)
  • Krause, Jürgen Alfred (508 Stimmen - 7,82%)
  • Kullack, Sebastian (495 Stimmen - 7,62%)
  • Schultz, Heinz-Dieter (333 Stimmen - 5,12%)
  • Lüdtke, Lukas (316 Stimmen - 4,86%)
  • Potesta, Wilhelm (244 Stimmen - 3,75%)
  • Leonhardt, Bianca (237 Stimmen - 3,65%)

Bündnis90/Die Grünen (3 Sitze)

  • Goetjes, Christian (811 Stimmen - 25,79%)
  • Klempnow, Marita Irma Liesbeth (602 Stimmen - 19,14%)
  • von Gizycki, Thomas Ulrich (595 Stimmen - 18,92%)
  • Stefanov, Milutin (253 Stimmen - 8,04%)
  • Jirka, Oliver (103 Stimmen - 3,28%)

FDP (1 Sitz)

  • Erhardt-Maciejewski, Christian (383 Stimmen - 32,90%)

NPD (1 Sitz)

  • Miosga, Richard Franz (638 Stimmen - 100,00%)

Bürger für Borgsdorf (1 Sitz)

  • Güttler, Matthias (928 Stimmen - 72,11%)
  • Dr. Güttler, Regina (49 Stimmen - 3,81%)

Matthes (1 Sitz)

  • Matthes, Norbert Otto (604 Stimmen - 100,00%)

Stadtverein Hohen Neuendorf e. V. (3 Sitze)

  • Dr. Guretzki, Hans-Joachim (1125 Stimmen - 37,79%)
  • Marquardt, Annette (360 Stimmen - 12,09%)
  • Schwanke, Matthias (221 Stimmen - 7,42%)

Auswertung

Vergeben bei der Kommunalwahl 2008 wurden 28 Sitze.

In den letzten vier Jahren sind von den 28 ursprünglich gewählten Abgeordneten 13 ausgeschieden und davon 12 Sitze neu besetzt worden. (Nachdem sich der Abgeordnete der NPD in braune Soße aufgelöst hat, besteht die Stadtverordnetenversammlung aus 27 Sitzen.)

Fast 50% der 2008 gewählten Abgeordneten sitzen also nicht mehr in der SVV. Entfielen auf die 2008 gewählten Stadtverordneten 19104 Wählerstimmen, so kommen die jetzt in der SVV präsenten PolitikerInnen nur noch auf 11035 Stimmen.

Einige PolitikerInnen sind heute im Kreistag präsent, die große Mehrheit hat aus anderen, jeweils individuellen Gründen ihren Sitz aufgegeben oder aufgeben müssen: keine Lust mehr, berufliche Verpflichtungen, Krankheit.

Aber wie auch immer die genauen Ursachen nun aussehen mögen, die sich wahrscheinlich im Rahmen des Üblichen bewegen werden, in anderen Stadtparlamenten wird vermutlich Ähnliches zu beobachten sein ... das Fazit ist doch deutlich: mit dem Fortschreiten der Wahlperiode geht ein Legitimationsverlust der SVV einher. Verteten werden die WählerInnen jetzt immer weniger durch die Personen, die sie 2008 gewählt haben. (Womit überhaupt nichts über das Engagement der jeweiligen PolitkerInnen gesagt ist.)

Wahlperioden verkürzen

Vielleicht sollten Kommunalwahlen alle ein oder zwei Jahre abgehalten werden.

  • Durch die kleineren Abstände könnte auf Wahlkampf fast ganz verzichtet werden, Lokalpolitik bliebe auf Dauer lebendig und präsent.
  • PolitikerInnen, die nach kurzer Zeit merken, dass dieses Geschäft nichts für sie ist, könnten ohne Gesichtsverlust die Bühne verlassen und müssten nicht fünf Jahre durchhalten.
  • Die kürzeren Fristen ließen sich mit berufliche Planung viel besser in Einklang bringen, wer sich zur Wahl aufstellen lässt, kann abschätzen, ob in den nächsten ein oder zwei Jahren die für die parlamentarische Arbeit nötige Zeit aufgebracht werden kann oder nicht.
  • Durch eine verkürzte Wahlperioden hätten BürgerInnen die Chance die Arbeit der PolitikerInnen sachgerechter zu beurteilen, was in ein oder zwei Jahren passiert ist, lässt sich (seitens der BürgerInnen) leichter überblicken und (seitens der PolitkerInnen) konzentrierter präsentieren als nach fünf Jahren möglich ist.

...

Von K.P. am 16. Mai 2012 3 Kommentare

Archive Kultur

Obwohl sie die weltweit zahlen- und einflussreichste Religionsgemeinschaft darstellt, beklagen auch in Deutschland mit großer Vehemenz und Regelmäßigkeit Kirchenvertreter aus dem Klerus und in der Politik eine Christenverfolgung, die in vielen Regionen der Welt stattfinde. So gestern bei Maischberger der Feuilletonist und Katholikendarsteller Matthias Matussek.

So hatte Radio Vatikan noch am vergangenen Freitag berichtet, dass Benedikt XVI. bei einem Empfang von Vertretern der päpstlichen Missionswerke erneut eine anhaltende Christenverfolgung beklagt habe. Ihr wisst, dass die Verkündigung des Evangeliums nicht selten Schwierigkeiten und Leiden mit sich bringt; das Wachstum des Reiches Gottes in der Welt wird nicht selten mit dem Blut seiner Diener erkauft, stellte Benedikt XVI. fest.

Doch werden christliche Gläubige aufgrund ihrer religiösen Identität wirklich in besonderer Weise verfolgt? Nicht nur bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) gibt es daran erhebliche Zweifel, wie eine entsprechende Anfrage im vergangenen Jahr ergab. Ein Sprecher sagte, dass es immer wieder mal Fälle von Verfolgungen aufgrund des Glaubensbekenntnisses gebe. Eine systematische Verfolgung von Christen konnte man bei Amnesty allerdings nicht bestätigen. Oft stelle das politische Engagement den Grund von tatsächlichen Verfolgungen dar, da sich die Anhänger von religiösen Überzeugungen auch politisch engagieren.

Mit Ausnahme von Saudi Arabien können Christen in allen Ländern der Region ihre Religion ungehindert ausüben, sagte der Sachverständige Prof. Mitri Raheb. Trotz aufsehenerregender und gewalttätiger Ereignisse, wie etwa Angriffe auf koptisch-orthodoxe Christen in Ägypten und kirchliche Gebäude, könne laut dem Sachverständigen Fritz Erich Anhelm von einer systematischen Verfolgung keine Rede sein. Probleme seien eher in einem mangelnden staatlichen Schutz vor Übergriffen und einer ungenügenden Strafverfolgung durch Polizei und Justiz zu sehen, von denen aber auch alle anderen religiösen Minderheiten in den islamischen Mehrheitsgesellschaften betroffen sind.

(Bei evangelikalen und bibeltreuen Christen geht (anders als bei den nur schlecht informierter Katholiken und Protestanten) die Geschichtsklitterung unter apokalyptischen Vorzeichen dann soweit, dass man sich gleich am Ende einer zuerst in der Apostelgeschichte berichteten Geschichte der Christenverfolgung sieht und beleidigt die verfolgte Unschuld gibt und zu schmollen anfängt, sobald ein kritisches Wort der, wie man gerne sagt, Anfeindung fällt. )

Von K.P. am 16. Mai 2012 2 Kommentare

Archive Kultur

Eine Viertelstunde soziologische Studien (oder genauer: Studien der Inszenierung des Soziologischen) beim "Frauentausch" und klar ist, was vom Wort "Respekt" eigentlich zu erwarten ist.

Die Parole Respekt enthält den alltäglichen Faschismus wie in einer Nusssschale, sie bedeutet schlicht und einfach:

  1. Halt's Maul!
  2. Unterwirf dich!

Auf dieser Forderung kann deswegen kein Kampf um Anerkennung, aus dem ja (für Hegelianer) Respekt erst hervorgehen könnte, beruhen. Wer heute Respekt verlangt, will den Anderen gründlich zum Schweigen bringen. Und wer sich nicht unterwirft und schweigt, hat mit physischen Sanktionen zu rechnen. Wer keinen Respekt zeigt, heißt das, und dem Herrn nicht nach dem Mund redet, dem blüht Gewalt.

Von K.P. am 14. Mai 2012 keine Kommentare

Archive Kultur

In diesem eBook habe ich Legenden aus Sintra gesammelt und ins Deutsche übertragen. Die Geschichten handeln von seufzenden Prinzessinnen, christlichen Rittern, Hexen und geschwätzigen Elstern.

Das ist die erste Veröffentlichung, Aktualisierungen mit Ergänzungen und Verbesserungen werden folgen. Das eBook ist bis jetzt nur im Format .epub erhältlich, andere Formate, auch für spezielle Ausgabegeräte angepasst, gibt es später.

Zum Herunterladen: Legenden aus Sintra, Version 0.1

Und: mehr über Sintra!

Von K.P. am 14. Mai 2012 keine Kommentare

Archive Technik

EPUBReader ist ein Firefox-Addon, mit dem man ePub-Dateien direkt in Firefox lesen kann.

Wenn Sie auf einer Website auf einen ePub-Link klicken, öffnet sich normalerweise der Firefox "Speichern"-Dialog. Wenn Sie EPUBReader installiert haben, wird stattdessen die ePub-Datei heruntergeladen, verarbeitet und direkt lesefertig angezeigt.

Das Addon läuft auf allen Betriebssystemen, auf denen Firefox läuft (Windows, MacOS X, Linux) und ist auch auf Deutsch verfügbar.

Von K.P. am 14. Mai 2012 11 Kommentare

Archive Kultur

Salafiten wollen Millionen Exemplare des Koran verteilen und die Aufregung ist groß. Claudia Dantschke erklärt den Salafismus - und legt dabei den Kernbestand und politischen Horizont auch des christlichen Fundamentalismus frei.

Claudia Dantschke charakterisiert den Salafismus vor allem durch diese Elemente:

  • eine dichotome Weltsicht, alles wird eingeteilt in richtig und falsch, gut und böse, schwarz und weiß – ohne Grautöne dazwischen
  • nur wer diesem religiösen Weg folgt, habe überhaupt die Chance, ins Paradies einzuziehen, allen anderen drohe die Hölle
  • das Leben im Diesseits sei streng nach dem Willen Allahs auszurichten, von allem was nicht in Übereinstimmung mit Allahs Geboten stehe (wie Salafiten sie verstehen), müssten gläubige Muslime sich lossagen
  • Bedingungsloser Gehorsam, dem alle eigenen Wünsche unterzuordnen sind, wird hier gepredigt, zu diesen Befehlen gehören neben der strengen Praktizierung des Islam im Alltag, einschließlich Kleidung und rigider Ethik- und Moralvorschriften (Geschlechtertrennung), auch der Abbruch der sozialen Kontakte zu allen, die dieser Islaminterpretation nicht folgen

Die Konsequenz der fundamentalistischen Perspektive:

Demokratie als System wird offen abgelehnt, auch propagandistisch als Weg des Unglaubens diffamiert, der direkt in die Hölle führe. Es wird aber keine Gewalt legitimiert oder offene für einen Umsturz geworben. Vielmehr würde sich die Demokratie selbst erübrigen, wenn nur genug Menschen zum “wahren Glauben” finden, weshalb Muslime, die noch nicht dem salafitischen Weg folgen und Nichtmuslime “aufgeklärt” werden müssten.

Ein Blick in deren Publikationen genügt, um zu sehen, dass genau so die politisch-theologische Leitlinie auch christlicher Fundamentalisten, wie z.B. der Brüderbewegung verläuft. Mit einer angeblich unpolitischen Ideologie wird die religiöse Delegitimation der Demokratie bezweckt.

Der Unterschied ist, dass die bärtigen Salafisten sich viel besser zum Feindbild eignen, so dass vor der eigenen Haustür, wenn z.B. Kinder in christlichen Freizeit- und Sozialeinrichtungen fundamentalistisch indoktriniert werden, gar nicht erst gekehrt werden muss.

Source: Was ist “Salafismus”?

Von K.P. am 14. Mai 2012 2 Kommentare

Archive Kultur

Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge begrüßt die Pläne von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zum Verbot der Salafisten.

Abgesehen davon, dass solche Verbote unsinning und wenig hilfreich sind, ist doch interesant, wie Dröge seinen Vorschlag begründet:

  1. die Salafisten lehnen die moderne Welt pauschal ab
  2. sie sind nicht dialogfähig.

Ich schätze, es darf nicht damit gerechnet werden, dass der evangelische Bischof diese Kriterien auch auf  Freikirchen und bibeltreue Fundamentalisten angewendet sehen möchte.

Die politische Verachtung (und die theologische Legetimation dieser Verachtung) der modernen, d.h. westlichen, demokratischen und liberalen Welt steht ja eben genau auch auf deren Programm, und in diesem Affekt sind sich die Fundamentalisten christlicher und islamischer Herkunft ganz einig.

Source: Bischof Dröge begrüßt Pläne zum Salafisten-Verbot

Von K.P. am 10. Mai 2012 2 Kommentare

Archive Kultur

Während in Deutschland Spiegel & Bild sich über die Ergebnisse demokratischer Wahlen in Griechenland entsetzt zeigen und das Schreckgespenst des Linksradikalismus an die Wand malen, stellt der Kommissar für Menschenrechte des Europarats fest, dass die Sparpolitik in Portugal die Meschenrechte bedroht.

Die Sparmaßnahmen, die man in Deutschland vornehm unter dem Schlagwort Austerität predigt, seien, so Nils Muiznieks, nicht ausgewogen und bedrohten em Ende die, denen es ohnehin am schlechtesten gehe, Kinder und Alte.

Oder, wie der Dichter sagt: The class war's real and not mythologized.

Source: Comissário do Conselho Europeu diz que austeridade portuguesa ameaça os direitos humanos

Von K.P. am 04. Mai 2012 2 Kommentare

Archive Hohen Neuendorf

Mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Hohen Neuendorf wurden in diesem Jahr Menschen geehrt, die, so kann man auf der Website der Stadt erfahren, anderen Menschen selbstlos ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihre Liebe schenken, indem sie diese ehrenamtlich und fern von Öffentlichkeit in den großen und kleinen Dingen des Alltags unterstützen.

Auch in der Lokalpresse wurde darüber berichtet. Geehrt wurde u.a. der Gründer der Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes in Hohen Neuendorf. 

Blaues Kreuz? Im Artikel auf der Website der Stadt erfährt man nur, dass es sich dabei um eine Selbsthilfegruppe für Suchtkranke handelt.

Man erfährt leider nicht, um welches Blaues Kreuz es sich denn handelt, und auch nicht, dass es sich dabei um eine christlich(-diakonische) Einrichtung handelt. Denn unter dem Namen Blaues Kreuz firmieren in Deutschland gleich zwei Einrichtungen: das Blaue Kreuz in der evangelischen Kirche (BKE)  und das Blaue Kreuz in Deutschland (BKD).

Beide Verbände haben gemeinsame Wurzeln. 1902 teilte sich der Verband aufgrund unüberwindbarer Konflikte. Heute arbeiten beide in Projekten und Gremien zusammen, sind aber ihrem jeweiligen Profil treu geblieben; während das BKE auf einem liberalen Selbstverständnis gründet, ist das BKD deutlich konservativer und evangelikal ausgerichtet. 

In Hohen Neuendorf widmet sich eine Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes in Deutschland (BKD) der Arbeit mit Suchtkranken.

Blaue Kreuz in Deutschland (BKD) (Hohen Neuendorf)

Das Blaue Kreuz in Deutschland (BKD), ist  überkonfessionell  tätig, jedoch mit der  Evangelischen Allianz verbunden, einem evangelikalen Netzwerk von Einzelpersonen aus verschiedenen reformatorischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften.

In der DDR war das Blaue Kreuz als Verein verboten. Darum wurde am 1. Januar 1960 die „Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr der Suchtgefahren (AGAS)“ unter dem Dach der Inneren Mission gegründet. Nach dem Fall der Mauer schlossen sich das Blaue Kreuz und die AGAS 1991 zusammen.

Das Blaue Kreuz unterstützt, so das offizielle Selbstverständnis, Abhängige und Suchtgefährdete sowie ihre Angehörigen, einen Weg aus der Sucht zu finden und das Ziel zu erreichen: befreit leben lernen. Das muss man so verstehen, dass diese Befreiung immer auch eine Befreiung zum christlichen Glauben (nach dem Verständnis der evangelischen Allianz) ist:

Jesus Christus ist uns persönlicher Bezugspunkt. Er befreit zu einem lebendigen Glauben und vermittelt Sinn, Ziel und neue Lebensinhalte. Er motiviert uns zu verantwortlichem und diakonischem Handeln. Darum sind wir offen für alle, mit denen Gott uns Begegnung schenkt.

Eine Selbsthilfeeinrichtung des Blauen Kreuzes in Deutschland (BKD) ist deswegen immer auch missionarisch. Genauer: das therapeutische Ziel befreit zu leben wird ohne das missionarische Ziel gar nicht zu erreichen sein. Von der Bindung an Suchtmittel kann man in letzter Konsequenz nur durch den Glauben befreit werden.

So ist das Blaue Kreuz (BKD) dann zwar "offen für jeden", aber Mitglied kann nur werden, wer sich zu den vom BKD vorgegebenen christlichen Glaubensformeln  (und natürlich ist dieses christliche Bekenntnis nicht, wie Evangelikale gerne suggerieren, das gemeinsame Bekenntnis aller Christen, sondern eine christliche Position unter vielen) bekennt:

Wir freuen uns sehr, dass Sie Mitglied im Blauen Kreuz in Deutschland e.V. werden wollen, denn wir sind überzeugt, dass ein solcher Schritt sowohl für Sie als auch für andere zum Segen werden kann. Das Blaue Kreuz will Ihnen helfen, im Glauben an Jesus Christus und in Ihrer abstinenten Lebensweise bestärkt zu werden, um so vor einer Bindung an Suchtmittel bewahrt zu bleiben. Gleichzeitig bezeugen Sie durch Ihre Mitgliedschaft, dass das Evangelium und die Abstinenz die tragenden Säulen der Hilfe für Suchtkranke und ihre Angehörigen sind.

Evangelikaler Hintergrund

2008 berichtet der Spiegel anlässlich des Christivals über den Aufschwung der evangelikalen Christen in Deutschland:

jener konservativen Protestanten, die in den USA so gut vernetzt sind, dass der mächtigste Mann der Welt, der mit ihnen sympathisierende amerikanische Präsident, sie sehr ernst nimmt. Sie nehmen die Bibel wortwörtlich, machen mobil gegen Homosexualität, gegen Sex vor der Ehe, gegen das Recht auf Abtreibung und die Darwinsche Evolutionstheorie. Sie wollen weltweit das Christentum voranbringen - Ungläubige und Muslime missionieren.

In diesem Netz sei auch das Blaue Kreuz aktiv:

Der Christival-Vorsitzende Roland Werner predigt nicht nur hierzulande, er war Gastdozent an einer evangelikalen Theologen-Ausbildungsstätte bei Boston in den USA. Schwulsein, findet er, sei "nicht dem Willen Gottes gemäß". Ein anderer Christival-Mitveranstalter, der Suchthilfe-Verein Blaues Kreuz, schreibt in seiner Handreichung "Fragen nach Sexualität und Ehe": Homosexualität "kann geheilt werden".

Beim ersten Christival 1976 der US-Amerikaner Billy Graham als Starprediger zu Gast. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des evangelikalen Glaubens und hat im Lauf von fünfzig Jahren weltweit vor insgesamt etwa 200 Millionen Menschen gepredigt. Seine Veranstaltungen bezeichnete er als Kreuzzüge für Christus. Graham wurde auch Maschinengewehr Gottes genannt. (Quelle: Lambrecht, Oda / Baars, Christian: Mission Gottesreich)

Und zu dem vom Blauen Kreuz (BKD) angebotenen Material gehören natürlich auch Predigten von Billy Graham. Der amerikanische Präsident Bush wurde nach eigenen Aussagen bei der Überwindung seiner Alkoholprobleme entscheidend durch den evangelikalen Prediger unterstützt. Die Geschichte ist bekannt, so erzählt sie Michael Schmidt-Salomon:

Nach einem hemmungslosen Saufgelage entdeckte der mittlerweile 40-jährige Bush junior (so will es die offiziell verbreitete Bekehrungslegende) jenes lang verdrängte Idol wieder, das man ihm in seiner Kindheit als den „größten Fürsten der Welt“ verkauft hatte: Jesus Christus. Von da an war Bushs Aufstieg nicht mehr aufzuhalten. Der wiedergeborene Christ avancierte zum mächtigsten Mann der Welt, was die Welt vielleicht noch einigermaßen verkraftet hätte, wäre da nicht der 11. September dazwischen gekommen. Wie Vertraute des Präsidenten berichteten, war Bush von einem auf den anderen Tag wie ausgewechselt. Alle Unsicherheit war verschwunden, der Texaner hatte (dank der Einflüsterung des „Herrn“, den Bush bei jeder wichtigen Entscheidung betend um Rat fragt) seine wahre „Mission“ gefunden: Bush sah und sieht sich als den „großen Feldherrn Gottes“, der „die Willigen“ in der immer währenden Schlacht um Gut und Böse zum Sieg führen wird. Als Bush am 10. Februar dieses Jahres verkündete, „Gott hat uns aufgerufen, unser Land zu verteidigen und die Welt zum Frieden zu führen“, war dies keine bloße Rhetorik, sondern Ausdruck des authentischen, naiven Glaubens eines frühkindlich indoktrinierten, partiell denkgehemmten Überzeugungstäters.

Blaue Kreuz in der ev. Kirche (BKE)

Das Selbstverständnis des Blauen Kreuzes in der ev. Kirche (BKE) ist offensichtlich anders, liberaler.

Die Anbindung an eine Kirchengemeinde ist keine Pflicht, ebenso ist laut Satzung jede(r) als Mitglied willkommen, unabhängig vom Glauben. Als therapeutische Ziele werden Gesundheit, Lebenszufriedenheit und gemeinsames Leben genannt, ein christliches Bekenntnis scheint also keine Voraussetzung eines gelungenen suchtfreien Lebens zu sein.

(Auch der emphatische Begriff der "Befreiung" findet sich beim BKE nicht, man formuliert Abstinenz, also ein Leben ohne Sucht, nicht im religiösen Superlativ der Erlösung, der eine Umwandlung der gesamten Person meint, sondern im Komparativ weltlicher und deswegen immer auch gefährdeter Existenz: "gesünder, freier, un-abhängiger" sei das abstinente Leben. Das therapeutische Selbstverständnis ist damit nicht so fundamental an das religiöse gebunden wie beim BKD.)

Von K.P. am 03. Mai 2012 keine Kommentare

Archive Kultur

Einen Blick in Dietmat Daths und Barabara Kirchnes monumentales Werk über Idee und Geschichte sozialen Fortschritts zu werfen, das den seltsamen Titel "Der Implex" trägt, lohnt schon dieser schönen Charakterisierung (neo-)liberal-(sozial-)darwinistischer Glaubenslehren wegen, die das Marktgeschehen von Angebot und Nachfrage zu evolutionärem Selektionsdruck verklären:

positivistisch lackierte Raubtiernihilismus postaufgeklärter Bioliberaler

Das sitzt und passt. Da braucht man keine Faust aufs Auge mehr.

Von K.P. am 02. Mai 2012 2 Kommentare

Archive Hohen Neuendorf

Der Hohen Neuendorfer Bürgermeister hat beim Stadtempfang am 28. März 2012 eine Rede gehalten, deren Leitgedanke auf der Website der Stadt durch ein Zitat formuliert wird.

Demokratie ist die Anerkennung, dass wir, sozial genommen, alle füreinander Verantwortung übernehmen.

Keine Ahnung, ob das Zitat auch in der Rede gefallen ist, auf jeden Fall stammt es nicht von Thomas, sondern von Heinrich Mann und wird von Schulen, Bürgerinitiativen und Oskar Lafontaine gerne verwendet.

Im Original:

Demokratie ist im Grunde die Anerkennung, daß wir, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind.

Und im größeren Zusammenhang seiner Rede "Der tiefere Sinn der Republik":

Dem republikanischen Geiste am fremdesten ist die Verweigerung des Rechtes zum Schaden Schwacher, ist der Zusammenschluß aller derer, die schon in Besitz und Macht sind, gegen alle jene, die erst noch hinstreben. So darf das Leben nicht aussehen. Das ist sein häßlichster Zustand, wenn auch dem ursprünglichen Menschen nur zu sehr gewohnt. Menschen sind von Natur nicht gut, und nichts bedarf so langer Lehre und Übung wie Gerechtigkeit. Aber welchen Sinn hätte denn Demokratie, wenn sie uns nicht gerechter machte! Demokratie ist im Grunde die Anerkennung, daß wir, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind. Keiner hat einzeln volle Geltung oder auch nur wirkliches Leben. Was wir sind und vollbringen, ist bedingt durch alle, und alle helfen uns. Die Gesellschaft hilft jedem von uns, seinen Besitz zu erwerben. So reich er auch sei, er konnte es ohne uns alle nicht werden. Sogar die persönlichste aller Arbeiten, der Gedanke, wird hervorgebracht im Denker durch die ganze mitlebende Welt.

Leider ist durch die fehlerhafte Wiedergabe auch die Pointe des Zitats auf der Strecke geblieben, um die sich auch die Rede des Bürgermeisters gedreht zu haben scheint. Denn entscheidend ist, dass wir verantwortlich sind, nicht, dass wir Verantwortung übernehmen.

Heinrich Mann ist kein Pastor und nicht Bundespräsident Gauck, bei dem man ja nie weiß, wovon er eigentlich redet und was Freiheit und Verantwortung nun eigentlich heißen, weil es ihm vor allem auf den Wallungswert der Worte ankommt, auf Rhetorik; es geht Heinrich Mann durchaus nicht darum, dass wir alle füreinander Verantwortung übernehmen sollen.

Der Dreh- und Angelpunkt seines Gedankens ist, und das ist etwas anderes, dass wir als soziale Wesen notwendig aufeinander verwiesen sind und gar nicht anders können als für einander da zu sein. Wir haben es mit der Anerkennung eines sozial-ontologischen Faktums zu tun, unseres natürlichen und als solches eben sozialen Menschenwesens, nicht mit einer moralischen Forderung.

Insofern wäre Demokratie, folgt man Heinricht Mann, das naturrechtliche Gesetz unseres Zusammenlebens.

Es geht Heinrich Mann damit um die sozialen Voraussetzungen der Demokratie, ohne die jede Chance zur Partizipation bloß formal bleibt. Heinrich Mann macht darauf aufmerksam, dass wir immer schon auf einander angewiesen sind, ob wir nun wollen oder nicht. Demokratie ist die politische Institution, die auf die unhintergehbare soziale Bedürftigkeit des Menschen antwortet, auf die Erfahrung, dass wir die anderen brauchen und sie uns.

Mit diesem Gedanken kann man dann auch gleich die geläufige Opposition von Freiheit und Gleichheit als scheinhaft erkennen, die dumme binäre Alternative von Individuum und Kollektiv. Gleich sind wir immer auch insofern, als wir auf andere verwiesen sind. Und die Freiheit des Einzelnen wird durch Gleichheit nicht etwa bedroht, sondern Freiheit selbst ist eine soziale Relation kein individueller Status.

Die Pointe des Zitats läuft auf eine paulinische Konzeption des Politischen hinaus, denn Paulus ist der Erfinder des Universalismus, der Idee, dass es auch politisch (und nicht nur theologisch) nur um alle gehen kann: es geht um die notwendige Teilhabe aller am demokratischen Prozess, nicht bloß einer Minderheit, die Zeit und Geld dazu hat, die für das Politische notwendige Muße.

Von K.P. am 01. Mai 2012 5 Kommentare

Archive Kultur

Wer träumt noch von rastloser Tätigkeit des Menschengeschlechts und erhofft sich eingedenk des negativen Charakters von Arbeit & Technik ausgerechnet von der Entfesselung der Produktivkräfte die Befreiung der Gesellschaft?

Arbeit, selbst zum Fetisch geworden wie ihre Produkte, die Waren, kann nicht länger positiv bestimmt werden. Aus den Träumen von der Selbstverwirklichung der Gattung durch Arbeit ist der Alptraum ihrer Selbstdestruktion durch Technik und instrumentelle Vernunft geworden.

Rien faire comme une bête, auf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen, sein, sonst nichts, ohne alle weitere Bestimmung und Erfüllung könnte an Stelle von Prozeß, Tun, Erfüllen treten und so wahrhaft das Versprechen der dialektischen Logik einlösen, in ihren Ursprung zu münden. Keiner unter den abstrakten Begriffen kommt der erfüllten Utopie näher als der vom ewigen Frieden. (Theodor W. Adorno)

Von K.P. am 30. April 2012 2 Kommentare

Archive

Detlef Hecking liest das Vermächtnis des Jacob Taubes aus dessen Intepretation von Röm 8,31-39. Die politische Theologie des Paulus konzentriert sich in dieser Stelle wie in einem Brennglas. Es geht um die Rettung aller und die jede Trennung überwindende Liebe Gottes.

Die paulinischen Trennungsängste müssen vor dem konkreten historisch-soziologischen Hintergrund verstanden werden:

In Rom jedoch waren die Judenchristen in der Minderheit: Paulus bezeichnet sie in Röm 14 als «Schwache» und fordert die («starken») Heidenchristen zur Rücksichtnahme auf. Dies illustriert die komplexen Gruppenkonflikte im 1. Jh. n. Chr.. Die neutestamentliche Forschung hat diese Prozesse zunehmend sachgerechter aufgearbeitet. Dabei ist auch in den Blick gekommen, dass sich alle Seiten Juden, Judenchristen und Heidenchristen durch Ausschluss-Mechanismen gegenseitig viel Leid zugefügt haben. (...) Spätestens mit dem fragwürdigen «Aufstieg» des Christentums zur Staats(tragenden)-Religion hat sich das Blatt jedoch bitter und blutig gegen die jüdischen Gemeinden gekehrt, wobei die judenchristlichen Gruppen zwischen die Fronten gerieten und untergingen. Vor dem Hintergrund des nach wie vor latenten christlichen Antijudaismus ist eine historisch sorgfältige Aufarbeitung dieser Prozesse deshalb nicht unproblematisch: Allzu leicht kann die Erkenntnis, dass ein Teil der frühen Christen/Christinnen zunächst von einer jüdischen oder judenchristlichen Mehrheit ausgegrenzt wurden, wieder zu den traditionellen antijüdischen Ressentiments führen.

Genau dieses antijüdische Ressentiment, das nach Auschwitz von tödlichem Antisemitismus nicht mehr zu unterscheiden ist, wird heute bei christlichen Evangelikalen wieder hemmungslos gepflegt, indem man meint, theologisch an den traditionellen Protestantismus des 19. Jhs. anschließen zu können. Die Juden, heißt das, sollen wieder den Preis für ihren Trotz/Unglauben bezahlen.

Source: Das Vermächtnis des Jacob Taubes

Von K.P. am 26. April 2012 keine Kommentare

Archive Technik

Mit modernen Browsern und den von ihnen unterstützten CSS-Selektoren kann man Ausklapplisten ganz nach Wunsch gestalten.

So können sich Farbe und Hintergrund der Optionen abwechseln und die jeweils ausgewählte Option kann deutlich hervorgehoben werden.

 

.xar-form option:nth-child(odd) {
    background-color:#f0f0f0;
    color:#333;
}

.xar-form option:nth-child(even) {
    background-color:#e0e0e0;
    color:#333;
}

.xar-form option[selected] {
    color:#f00;
    font-weight:bold;
}

Von K.P. am 25. April 2012 keine Kommentare

Archive Hohen Neuendorf

Die Vorsitzende des Hohen Neuendorfer und damit größten Oberhaveler Ortsvereins will in den Bundestag.

Auf dem Frühjahrempfang hat Gossmann- Reetz jüngst erklärt, um das Bundestagsmandat für den Wahlkreis Oberhavel/Havelland II kämpfen zu wollen:

Unter dem tosenden Beifall der Gäste

Entschieden über die SPD- Kandidatur zum Deutschen Bundestag wird auf der Delegierten- Konferenz am 25. August 2012, zu der alle Ortsvereine des Wahlkreises Oberhavel/Havelland II ihre Delegierten entsenden.

Über das lokalpolitische Engagement der SPD Hohen Neuendorf kann man sich auf der Website der Partei informieren.

Von K.P. am 25. April 2012 keine Kommentare

Archive Technik

Kaum weiß man, wie es richtig geht, funktioniert's auch schon. Nachdem es erst gar nicht wollte, läuft jetzt Openphoto auf dem Server, der mit ISPConfig gewartet wird.

Prinzipiell ist die Installation in drei Minuten erledigt: git clone git://github.com/openphoto/frontend.git /var/www/yourdomain.com und dann geht's weiter wie in der Anleitung beschrieben.

Einzige Haken: Da das Docroot-Verzeichnis in openphoto/src/html liegt, musste ich in ISPConfig eine Umleitung (Typ L) nach /openphoto/src/html/ anlegen.

Daraus ergab sich dann leider ein 500 Internal Server Error. Um den zu flicken, muss in der .htaccess im Docroot-Verzeichnis eine Slash zu folgender RewriteRule hinzugefügt werden: #RewriteRule ^(.*)\?*$ index.php?__route__=/$1 [L,QSA]. Das Ergebnis sieht's so aus: RewriteRule ^(.*)\?*$ /index.php?__route__=/$1 [L,QSA].

Von K.P. am 25. April 2012 17 Kommentare

Archive Kultur

Theologisch sind die entscheidenen Differenzen unter christlichen Fundamentalisten gering, rhetorisch allerdings sind die Vertreter der Brüderbewegung eher verdruckst & verkniffen.

Das nennt man in den eigenen Kreisen dann gerne nüchtern, um sich vom Enthusiasmus der Pfingstgemeinden abzugrenzen. So wird bibeltreuer Buchstabenglaube zum Synonym von Geistlosigkeit.

Der Film zeigt Klaus Güntzschel, der bei Lychen das christliche Freizeitgelände Reiherhals und den Daniel-Verlag betreibt, während einer Predigt in Rumänien.

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Wie ist es möglich, dass man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird - dass man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird?

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